Kinder mitdenken und zu Wort kommen zu lassen: Das ist echte Nachhaltigkeit | mit Berni Hanel
Shownotes
📌 Unsere Learnings aus der Folge:
- In Möglichkeiten denken und nicht in Restriktionen: So wird man wieder handlungsfähig.
- Provokante Fragen können ein guter Weg zu neuen Lösungswegen sein.
- Unsere Aufgabe ist es eine enkelfähige Zukunft zu schaffen. Privat und im Job.
🧭 Gliederung der Folge:
- Bernis Weg zur Nachhaltigkeit (02:30)
- Spielräume in Krisengebieten (04:39)
- Ablauf im Krisengebiet (07:12)
- Aufbauhilfen für Projekte als soziales Engagement (09:55)
- Das World Child Forum (WCF) (14:39)
- Der Friendensnobelpreis für alle Kinder (23:45)
- Support durch Unternehmen (31:03)
Wir haben das Gespräch mit Berni am 22.12.2025 aufgenommen.
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🎧 Wem diese Folge gefallen hat, dem empfehlen wir noch die Folge mit der Hacker School. 💡 Mehr Infos zum World Child Forum und zur Friedensnobelpreisinitiative
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📞 Oder direkt bei uns in Hamburg: 040 – 226 383 100
Der CEO2-neutral Podcast ist ein PHATes Projekt der Nachhaltigkeitsberatung PHATsustainability von PHAT CONSULTING
Viel Spaß bei der 187. Folge von CEO2-neutral!
Musik: Michael Ahlers, Scribbles: Michael Kutzia
Transkript anzeigen
00:00:19: Moin und herzlich willkommen zum CEO 203 Podcast, dem Interview Podcast von FedConsulting. Wir
00:00:23: begleiten Unternehmen auf ihrer Reise zur digitalen und nachhaltigen Transformation, mehr Nachhaltigkeit
00:00:29: und treffen dazu immer wieder interessante Gesprächspartner und Sprechspartnerinnen, die euch inspirieren
00:00:34: und zum Nachmachen animieren wollen. Denn wir glauben fest daran, dass eine nachhaltige Transformation
00:00:39: nur gemeinsam gelingen kann. Daher freuen wir uns hier auf den regelmäßigen Austausch mit
00:00:44: Expertinnen. Diesmal bin ich alleine, weil Maike leider erkrankt ist. Und insofern ist
00:00:53: das für mich auch ein bisschen ungebotes Setup. Aber ich freue mich trotzdem auf unseren Gast,
00:00:59: denn wir haben heute Berni Hanel zu Gast. Berni, du bist ein tolles Beispiel dafür, wie Unternehmertum
00:01:05: und soziales Engagement Hand in Hand funktionieren und die Grenzen hier auch nach und nach verschwinden
00:01:13: und eben viele Möglichkeiten entstehen. Mit deinem Unternehmen Kuckuck macht ihr künstlerische
00:01:18: Spielraumgestaltung. Spielplätze werden für eure Arbeit eine wirklich absolute Untertreibung.
00:01:25: Aber damit unsere Hörer und Hörerinnen Bild bekommen, benenne ich es einfach auch mal so.
00:01:30: Und diese Spielräume bringt ihr mit dem Kuckuck Kultur e.V. auch in Krisengebiete, um Kindern,
00:01:35: die wirklich schlimm ist, jeden Tag erleben, einen Raum zu schaffen, in dem sie für einen
00:01:40: kurzen Moment normal sein können, also das ihr Kindsein halt, wie wir auch tatsächlich genießen
00:01:45: können. wirklich spannend finden wir das aktuelle Projekt, nämlich das World Child Forum. Berni,
00:01:55: schön, dass du da bist. Wie geht es dir denn eigentlich? Ja, vielen Dank für den Einstieg.
00:02:01: Mir geht es doch vorweihnachtlich gut. Total. Und ja, freue mich auf das Gespräch. Ja, mal
00:02:09: vielleicht, wir fangen ja mal mit der ersten Frage an. Wie bist du eigentlich zum Thema
00:02:16: Nachhaltigkeit gekommen? wenn du mal so beschreiben würdest, steckt dir das irgendwie schon immer
00:02:21: im Blut? Ich meine, du kommst ja sozusagen aus der Kunst und wie ist denn dieses Thema Nachhaltigkeit
00:02:27: im engen und weiteren Sinne eigentlich zu dir gekommen? Auch irgendwie ein schöner Einstieg,
00:02:31: weil nachhaltig ist ja ein Begriff, der lässt sich gar nicht so ganz leicht definieren, finde
00:02:37: ich. wo wir vor 30 Jahren angefangen haben, Spielplätze völlig neu zu definieren. Also
00:02:43: in der Zeit gab es eigentlich nur mehr oder weniger Stahl und Plastik und es gab halt ein
00:02:48: paar Geräte auf dem Spielplatz und dann war das der Spielplatz und wir haben gesagt, Kinder
00:02:54: brauchen ganz andere Orte, um gesund aufzuwachsen und dazu gehören Erfahrungen, simmlicher Art
00:03:00: wie Naturmaterialien und so, aber natürlich auch einfach gut gestaltete Räume und In der
00:03:07: Zwischenzeit, so nach 30 Jahren und unendlich vielen Projekten wirklich auf der ganzen Welt,
00:03:14: denke ich, eigentlich mit des Nachhaltigsten, was wir tun können, uns darum zu kümmern,
00:03:20: dass Kinder gut und so gut und kraftvoll wie nur möglich in ihre Biografie kommen. Das ist
00:03:26: eigentlich der Nachhaltigkeitsbegriff schlechthin, dass wir alles dafür tun, dass die nächste
00:03:33: Generation in dieser komplexen Welt sich gut zurechtfindet. Aber sonst wird der Nachhaltigkeitsbegriff
00:03:39: ja eher auch im Unternehmerischen auf die Materialien und diese ganzen Geschichten verwendet, wo
00:03:46: wir jetzt bei KUKUK eben schon auch seit fast von Anfang an gut 25 Jahre größten Wert darauf
00:03:55: legen, dass unsere Projekte so nachhaltig wie nur denkbar, so nachvollziehbar wie nur denkbar,
00:04:01: Gradle to Gradle schaffen wir nicht ganz, aber so weit wie wir es nur können. machen und
00:04:07: zum Mini-Beispiel zum Beispiel Beton immer weniger werden und laut, also so weit es geht, das
00:04:13: tun. Ja, wenn man halt mal jetzt halt tatsächlich auf dieses Thema Spielräume in Gebiete zu bringen,
00:04:21: die halt typischerweise halt dann irgendwie, wo es eben keine Spielräume gibt, ja, oder
00:04:24: wo es auch gerade jetzt wenig tatsächlich Spielplätze und so weiter halt irgendwie gibt, wenn man
00:04:30: das da halt irgendwie reinbringt in Krisengebiete. Wie bist du denn dazu gekommen? Wie seid
00:04:36: ihr auf die Idee gekommen und wie laufen auch solche Projekte ab? Auch das war vor fast jetzt
00:04:41: und dazwischen seit 25 Jahren, mich der Konflikt damals, der gerade schon fünf Jahre zu Ende
00:04:49: war im Ex-Jugoslawien, der Krieg dort wahnsinnig bewegt hat. Und ich bin dann ziemlich direkt
00:04:56: nach einem Krieg nach Sarajevo gefahren, Stadt, die ich unglaublich schon vor dem Krieg geliebt
00:05:01: habe und haben Dort dann mit Freunden zusammen, die da schon zu Gange waren, ersten multiethnischen
00:05:08: Kindergarten aufgebaut. sozusagen, was irgendwie gar nicht mehr denkbar war in dieser Multikulti-Stadt
00:05:15: Sarajevo, wo vor dem Krieg alles ganz klar war, dass jeder mit jedem, jede Religion alles
00:05:23: durcheinander gegangen ist und es so wunderbar funktioniert hat, dass plötzlich das alles
00:05:27: gar nicht mehr funktioniert. Und dann war es eigentlich so schön zu zeigen über die Kinder,
00:05:32: dass es natürlich wieder funktionieren kann bei einem bosnisches kind und ein kroatisches
00:05:36: kind und ein serbisches kind und wie sie alle heißen spielen ja immer zusammen den ischert
00:05:41: ist wurscht was wir erwachsenen dafür komische grenzen ziehen und was wir dafür komische geschichten
00:05:47: plötzlich machen kinder spielen natürlich im jedem moment zusammen und das war sozusagen
00:05:53: der start oder initialzündung wo wir auch gemerkt haben wie wichtig das spiel für kinder gerade
00:05:58: in Situationen ist, wo sie einfach nicht mehr Kind sein können, wo sie schon Sachen erlebt
00:06:02: haben, die sie nicht erleben dürfen, wo sie in Drucksituationen sind, natürlich in traumatisierenden
00:06:08: Situationen. Ich denke nur an die Projekte im Libanon, wo wir für die Kinder, aus Syrien
00:06:15: kamen, gebaut haben oder wo wir jetzt hingehen nach Jordanien und Bethlehem für die Kinder
00:06:21: aus dem Gaza-Streifen. Und da sind ja die politischen Geschichten ja immer ganz egal. den Kindern
00:06:28: geht schlecht dort. und wir müssen schauen, dass es den Kindern unbedingt so gut wie nur
00:06:34: möglich geht, weil sonst transportieren wir diese Krisen und diese großen Fragen immer
00:06:39: in die nächste Generationen und wenn nicht sogar noch stärker. Deswegen meine ich, glaube ich
00:06:45: tatsächlich, dass das Nachhaltigste wäre, sich um eine gesunde und gute Kindheit zu kümmern.
00:06:50: Ja, wenn du da halt jetzt so ein Projekt durchführst. Wie läuft denn das eigentlich? Habt ihr da
00:06:58: den direkten Kontakt? Kriegst du hinterher auch noch mal das Feedback? Wie lange seid ihr denn
00:07:05: da? Begleitet ihr das länger oder baut ihr da auf? Wie läuft denn so ein Projekt so einer
00:07:10: Spielanlage ab? Total unterschiedlich, weil die Projekte so unterschiedlich sind. Wenn
00:07:16: wir zum Beispiel, was wir oft tun, in Osteuropa Spielplätze realisieren, Moldawien, im Kosovo,
00:07:22: in Mazedonien, überall dort, Dann fahren wir mit jungen Menschen von hier aus Deutschland
00:07:29: dorthin, immer mit Schulgruppen, mit anderen Jugendgruppen, irgendeinem, also Gruppen und
00:07:35: fahren dorthin, um das Erlebnis denen zu ermöglichen, dieser Moment für diese jungen Leute zu merken,
00:07:42: jetzt tue ich was Sinnvolles. Das ist total wichtig, was ich jetzt tue. Diese Selbsterfahrung,
00:07:47: die ist so riesig und das versuchen wir so oft wie möglich mit diesen Projekten zu verknüpfen.
00:07:52: Das geht natürlich nicht, wenn wir jetzt in einen Lepradorf in Nepal fahren oder in Slum
00:07:58: in Addis Ababa oder eben jetzt in diese Kriegs- oder Krisenregionen wie die Ukraine und so.
00:08:04: Da gehen wir dann eher mit kleinen Gruppen. Und in der Zwischenzeit, weil wir eben schon
00:08:08: fast 25 Jahre arbeiten, werden wir angefragt, ob wir nicht bei Kinderdörfern, bei Waisernhäusern,
00:08:16: bei pädagogischen Einrichtungen und so weiter eben dieses Thema Spiel mitnehmen können. Und
00:08:22: auch die Zeit ist sehr unterschiedlich, von einer Woche bis drei Wochen, jetzt im Sommer
00:08:28: in Brasilien, über drei Wochen. Und was du noch gesagt hast, ist, glaube ich, wahnsinnig wichtig.
00:08:34: In Kontakt bleiben mit den Projekten, das versuchen wir so gut wir können. Das ist natürlich nicht
00:08:38: mehr ganz so einfach, wenn man 12, 14 Projekte im Jahr, das sind jetzt nur die Sozialprojekte,
00:08:43: nicht die normalen, macht. Ist das nicht mehr ganz so einfach, aber wir versuchen das natürlich
00:08:49: so gut es geht und versuchen auch die Projekte nur da zu machen, auch das ist ein Nachhaltigkeitsthema
00:08:55: total, wo wir wissen, dass eigentlich vor Ort ein Träger ist, der das dann auch noch möglichst
00:09:01: lange, man kann es in Krisengebieten nie 100 Prozent sagen, ist ist immer, aber so gut wie
00:09:07: möglich das sozusagen noch noch lange pflegt und auch nutzt. Aber das finde ich ja total
00:09:14: interessant. Also das bedeutet, ihr habt nicht nur dort halt den Impact quasi für die Menschen.
00:09:21: die dort am Ende halt eure Räume nutzen können und sozusagen eben diese Begegnungsstätten
00:09:28: halt idealerweise auch wieder zur Begegnung nutzen und gerade halt irgendwie zum Spiel
00:09:32: halt für Kinder eben unterschiedlicher, unterschiedlicher Herkunft etablieren oder für benachteiligte
00:09:38: Kinder oder Kinder in Krisengebieten, sondern eben auch für Menschen. die eben das auch
00:09:46: begleiten. Das stelle ich mir auch wahnsinnig eindrücklich vor. Wenn du da irgendwie jetzt
00:09:51: mit hinfährst und da was aufbaust, wie ist denn das? Ich lade immer alle ein, mitzugehen, weil
00:09:58: dann kann man das einmal erleben. Auch die Einladung spreche ich hier gerne aus. Wir nehmen
00:10:03: immer gerne Menschen einfach mit. Ich nehme mal das eine Beispiel. Letztes Jahr im Gymnasium
00:10:07: Brackenheim, 8. Klasse, haben eine Partnerstadt in Ungarn. eine ganz kleine, arme, wirklich
00:10:14: sehr, sehr ärmliche Schule. dann haben sie gesagt, bauen wir doch an unserer Partnerschule, bauen
00:10:20: wir einen schönen Außenraum mit Spiel. Die Lehrer mit dem Rektor hochkritisch. Sie haben gesagt,
00:10:27: das wird eh nichts. Unsere achte Klasse macht da nichts. Die sind gerade derartig mit sich
00:10:32: selbst beschäftigt und das kann man vergessen. Ja, und ich kann eben garantieren. Und das
00:10:38: ist so verrückt. Das sage ich jetzt nicht nur, weil das unsere gar nicht. Aber nach zwei Stunden
00:10:43: sind dort alle am Start. Alle von diesen jungen Menschen sind am Start und rocken da eine
00:10:50: Woche durch, als ob es keinen Morgen gäbe. Also diese Selbstwirksamkeit ist derartig groß und
00:10:56: derartig intensiv. Und es geht uns Erwachsene natürlich auch so, dass wir da so dankbar sind,
00:11:03: wenn man in so Situationen kommen darf, wo man merkt, jetzt können wir gemeinsam irgendwie
00:11:09: was tun, was dann was eine Wirkung hat, was gut tut. Was wir ja viel zu wenig haben von
00:11:17: diesen Momenten des Gelingens. Es sind einfach so Geschichten des Gelingens. Und in einer
00:11:23: Zeit, wo man eigentlich nur über das Mistlingen redet oder vor allem das Mugslingen, ist das
00:11:27: eine Wohltat. Wenn man das jetzt mal auf Unternehmen halt überträgt, wir sprechen ja in der Regel
00:11:32: Unternehmen an, was kann man sich dann davon abschauen? Ich meine, wenn ich jetzt auf unsere
00:11:36: Unternehmen von Kuckuck schaue, Was ich versuche, auch immer wieder reinzunehmen, auch zu den
00:11:44: Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von unseren Unternehmen, ist natürlich nur ein kleiner
00:11:49: Punkt, die Demut vor der eigenen Situation. Das ist sozusagen auch was, wenn man da dann
00:11:54: unterwegs war. Ich nehme das Beispiel, das mich besonders geprägt hat, das Arm und Viertel
00:12:02: in Addis Abeba in Äthiopien. wo ich in jeder Sekunde gemerkt habe, wie dankbar ich sein
00:12:08: muss und wie demutsvoll ich lebe, wie ich lebe, wie mein Lebensentwurf sich gestalten darf.
00:12:18: Das wäre das eine, dass wir einfach viel demutsvoller vor dem eigenen Themen sind und vielleicht
00:12:23: auch immer wieder unsere eigenen Probleme anders einordnen und sagen, ist das denn wirklich
00:12:29: so ein großes Problem? Bauschen wir da sozusagen so groß auf, dass wir uns so große Probleme
00:12:38: machen, obwohl wir doch eigentlich in einer unglaublich komfortablen Situation sind. Und
00:12:43: das spüre ich schon in unserer Gesellschaft, dass wir da gerade so in so einem Sog sind,
00:12:48: das Glas immer halb leer zu sehen, anstatt weiterhin zu sagen, ne, wir haben eine gute Ausgangssituation,
00:12:55: wir können gestalten und wir müssen uns nur zutrauen und tun. Und wir müssen eben, und
00:13:01: deswegen können wir von den Kindern so wahnsinnig gut lernen, wir müssen einfach das Morgen viel
00:13:07: öfter als ein Möglichkeitenraum sehen und nicht einen zugestellten Raum von unseren Vorstellungen
00:13:13: und diese Krisen, die wir haben, die wir in die Zukunft sozusagen reininterpretieren. Dass
00:13:20: wir sagen, nee, morgen kann alles anders sein und wir müssen uns nur trauen, die Dinge neu
00:13:25: und anders zu denken. Okay, das ist ja schon auf alle Fälle auch etwas, was man ja auch
00:13:30: als Unternehmen halt tatsächlich mitnehmen kann. Also die Geschichten des Gelegens, weil es
00:13:34: ist ja auch so, wie ich jetzt raushöre, es ist ja bei euch eben auch so gewesen, dass ja nicht
00:13:40: jeder, immer jederzeit gesagt hat, okay, das ist jetzt eine wirklich gute Idee, jetzt hier
00:13:46: tatsächlich halt in der und der Region halt wie tatsächlich sowas aufzubauen. Und wenn
00:13:50: es denn tatsächlich gelingt, ist es natürlich auch einfach. Auch ein schönes Beispiel, was
00:13:54: ja eben zumindest die Beteiligten natürlich auch weiter in sich tragen, oder? Ja, echt
00:13:59: spannend. Ich würde dir noch einen weiteren Aspekt jetzt mal beleuchten und zwar hast du
00:14:04: ja das World Child Forum in Davos gegründet. Ergänzung zum, oder würdest du sagen, als Ergänzung
00:14:12: zum World Economic Forum, was natürlich jeder kennt, wo du ja nämlich genau diese Stimme
00:14:18: eben von jungen Menschen und Kindern vermisst hast. Erzähl doch mal ein bisschen über diese
00:14:22: Idee, wo steht ihr da gerade? Und das nächste große Thema ist ja der Friedensnobelpreis.
00:14:29: Also ich sag mal, riesig ist es untertrieben. Also vielleicht kannst du da einfach noch mal
00:14:34: bisschen erzählen. Also was macht ihr da jetzt gerade? Ja, fangen wir beim WCF an, also World
00:14:41: Child Forum. Und das Wirt Economic Forum ist tatsächlich auch entstanden vor fünf Jahren
00:14:47: in der Zeit. wo ich mich einmal intensiv mit diesem Wörterkonomikforum auseinandergesetzt
00:14:52: habe und dem Courage Reset und Klaus Schwab und all diesen Sachen. Ich war in der Schweiz
00:14:58: und ich bin vielen in der Schweiz unterwegs, weil wir auch ein Unternehmen in Basel haben,
00:15:02: also Kogok Schweiz ist ein eigenständiges Schweizer Unternehmen. nach diesem, ja, da reinsteigen
00:15:11: in diese Themen, es hat mich schon fasziniert, ehrlich gesagt, auch am Anfang, dass ein Mensch
00:15:17: dieser Schwab, er hat, sozusagen aus diesem Kaminzimmergeschichte in Davos. Am Anfang war
00:15:24: das ja ein Kaminzimmer, wo er einfach gesagt hat, lass uns da zusammenkommen. eigentlich
00:15:28: ja dieses Zusammenkommen und Zusammenreden kann ja nie falsch sein. Wirtschaft und Politik.
00:15:34: Lass uns vielmehr da zusammen denken und so. Und dass er da draus so eine Weltbewegung gemacht
00:15:39: hat, die ja dann sehr, sehr berühmt wurde. sehr umstritten in der Zwischenzeit, unglaublich
00:15:47: umstritten, von unheimlichen Anhängern bis zu extremen Gegnern. Und dieses Jahr findet
00:15:55: ja das erste World Economic Forum ohne Schwab statt, das ist ja auch schon mal spannend.
00:16:00: Dafür wieder mit Trump und anderen. Und ich habe dann gemerkt, was für mich nicht mehr
00:16:06: ging und das habe ich gerade schon versucht, so kurz ein bisschen zu erläutern. dass wir
00:16:11: eigentlich nicht mehr auf diese Haltung des Morgen als ein Möglichkeitenraum zu sehen,
00:16:17: also was ganz Neues, zumindest die Vorstellung zu bringen, dass es möglich wäre. Und ganz
00:16:22: neu heißt es, kennen wir nicht. Das heißt auch, auch das sich Einlassen auf das Nichtwissen,
00:16:27: das fällt uns gerade heute allen so wahnsinnig schwer. Wir wollen alles wissen. Und je mehr
00:16:33: wir wissen, umso mehr geht uns alles verloren. Das ist ja eine unglaubliche Gegenbewegung.
00:16:37: Also je mehr wir wissen, umso mehr. verlieren wir die Zusammenhänge, verlieren wir das. Und
00:16:43: dann habe ich gedacht, okay, wenn die das nicht hinkriegen da in der WoS, wenn sie unbedingt
00:16:47: noch die Zukunft aus 80 Prozent alten Männern organisieren wollen, ist das ja vielleicht
00:16:53: auch gar nicht nur falsch, aber es ist, denke ich, da ist eine große Leerstelle, die man
00:16:59: ergänzen müsste. Und deswegen habe ich immer von Komplementär gesprochen, das ist die Kunst,
00:17:03: also einfach daneben stellen als Komplementär und habe das überhaupt Child Forum gegründet.
00:17:09: Wir sind in den gleichen Räumen, im gleichen Kongresszentrum, alles identisch. Und wir machen
00:17:15: doch alles genau andersrum als die dort. Und haben das zweimal stattfinden lassen, 23 und
00:17:22: 24. Mit einem wahnsinnigen Aufwand nur ehrenamtliche Menschen, junge Menschen aus der ganzen Welt.
00:17:30: Wir haben das hingekriegt, da im Winter nicht hinkriegt, das russische Jugendliche. ukrainische
00:17:37: Jugendliche, palästinensische Jugendliche, israelische Jugendliche, alle zusammenkommen und überlegen,
00:17:44: wie wollen wir denn eigentlich in Zukunft zusammen hier unsere Gemeinsamkeit, unseren Planeten
00:17:49: gestalten. Und sind dann nach dem 24 tatsächlich erschöpft zusammengebrochen. Auch die Kruppören
00:17:57: haben dann 25 pausiert und sind jetzt wieder, wir haben das Kongresszentrum für Juli wieder
00:18:03: gebucht, 26. Wissen aber noch nicht 100 Prozent, ob wir es hinkriegen, weil uns noch ein Großteil
00:18:09: der Finanzierung fehlt, die es sagenhaft schwierig ist, jetzt dafür hinzukriegen, weil im Moment
00:18:16: auch gerade auf die Stiftungen ein unglaublicher Rang ist, weil an so vielen Stellen das Geld
00:18:21: fehlt, was ja auch verständlich ist. Aber das stehen wir gerade und sind noch voller Hoffnung,
00:18:27: dass wir es doch schaffen. Ja, wie viel Geld braucht ihr denn eigentlich? Wir brauchen für
00:18:31: dieses Event das Wichtigste, was uns am wichtigsten wäre, weil es eben auch komplementär ist. Jeder
00:18:37: weiß und wahrscheinlich hier die Zuhörerinnen und Zuhörer am allerbesten, also ein Web-Vesuch
00:18:43: ist unfassbar teuer. Es kostet richtig, richtig, richtig viel Geld. Und wir wollen ja die Menschen,
00:18:50: die wir aus der ganzen Welt zusammenholen, in keinster Weise werden, dass sie sich das leisten
00:18:57: können. Das heißt, wir laden alle ein. Also wir zahlen die Reise, wir zahlen das Kongresszentrum,
00:19:04: die Jugendherberge in Davos, die wunderschön ist. Und all das, und das ist natürlich viel
00:19:09: Geld. Und wir wissen alle zusammen, dass Davos jetzt nicht gerade der preiswerteste Ort der
00:19:14: Welt ist. Ja, ist ein sau dämlicher Ort, aber wir brauchen ihn, um diese Geschichte zu erzählen.
00:19:22: Wirtschaftforum, Bochum, das wäre es einfach nicht. Also das stimmt dort. Wir müssen dorthin
00:19:28: und wir sind auch diesen Winter beim BF. Und wir wollen ja auch den Davos-Loop spielen,
00:19:31: wir wollen ja in Kontakt, wir wollen ja die Bälle hin und her spielen und wir brauchen
00:19:36: eine gute halbe Million für dieses Event. Aber das hört sich ja eigentlich, ich sag mal so,
00:19:44: zwar auf der einen Seite viel an, aber auf der anderen Seite ja auch nicht viel. Also wenn
00:19:48: man halt mal das aus einer World Economic Forum Perspektive Davos jetzt halt irgendwie betrachtet,
00:19:55: ist das ja wahrscheinlich gefühlte drei Teilnehmer. die dort ein bisschen explosiv anreisen und
00:20:02: dann noch bisschen Entourage mitbringen, ist es ja im Verhältnis nicht so viel, aber ich
00:20:08: verstehe natürlich schon, dass es halt dann viel Überzeugungsarbeit braucht, dann irgendwie
00:20:13: dort einen Rückhalt zu bekommen. Ja, wir sind da in so einem typischen Start-up-Thema, also
00:20:21: so bisschen die Katze, die sich in Schwanz beißt. Wir bräuchten ein professionelles Büro unbedingt,
00:20:27: weil das Ding einfach viel zu groß und viel zu komplex jetzt schon ist und auch viel zu
00:20:31: viele Erwartungen schon dran geknüpft sind. Können die uns aber noch nicht leisten. ich
00:20:37: gehe da voll mit, wie du das gesagt hast. Also eigentlich ist es tatsächlich nicht viel Geld,
00:20:42: auch für viele. Und im Vergleich jetzt für das World Economic Forum ist es geradezu ein Hasenwasser.
00:20:50: was die allein ausgeben, um Jahr dieses Kongresszentrum komplett umzubauen. diesem Kongresszentrum
00:20:55: bleibt keine einzige Wand stehen. Die bauen ja das Kongresszentrum ins Kongress. Unfassbar,
00:21:01: die. Und 5000 Militär und Polizei. Da ist das geradezu nichts. Und auf der anderen Seite,
00:21:08: wenn man es eben selber herkriegen muss über freie Mittel, ist eben schwierig. Und habt
00:21:15: ihr denn da Unterstützung aus dem Ort Davos oder wie läuft das da? Ja, also das geht so.
00:21:23: haben einen ganz großen Befürworter, das ist der Bürgermeister von Davos. Im Wallis heißt
00:21:28: es Landahmann, ein ganz junger Bürgermeister, der interessanterweise in seiner Jugend gegen
00:21:36: das Welfe auf der Straße war und dann sozusagen in der Schweiz war das kurz ein richtiges politisches
00:21:41: Thema. Und wie kann jetzt der Gastgeber? und er ist jetzt Gastgeber. Philipp Wilhelm heißt
00:21:48: er und der ist ein sehr großer Befürworter. Er hat auch bei der ersten Gespräch mit mir
00:21:52: gesagt, Bernhard lass uns das machen, ich will andere Bilder aus Davos in die Welt schicken.
00:21:56: Ja, das taubt ihm sehr und er versucht uns da so gut es geht entgegenzukommen oder wie jetzt
00:22:04: auch jetzt während des WEVS dieses Jahr einen Platz zur Verfügung stellen, wo wir dann Aktionen
00:22:10: machen können und solche Sachen. richtig finanziell unterstützen kann uns die Gemeinde nicht. Weil
00:22:16: sie da davor Angst haben, dann heißt es ja, warum unterstützt ihr eine Veranstaltung und
00:22:21: warum unterstützt Davos ist eine Kongressstadt, das würde nicht funktionieren. Ja, aber das
00:22:29: ist ja schon für sich genommen echt ein Hammerthema. Also wie viele Kinder, also wie viele Menschen
00:22:34: versucht ihr da zu versammeln? Also noch sind wir relativ klein, weil das eben zu teuer ist.
00:22:41: die ganze Geschichte und wir versuchen es dann zu centralisieren, dass die eben auch
00:22:45: in ihren Ländern gleichzeitig Foren machen und wir uns immer wieder zusammenschalten. Sprechen
00:22:51: wir von 300, wir würden natürlich gerne deutlich wachsen, weil es würden so wahnsinnig viele
00:22:56: gerne kommen. Also jetzt schon wäre es zigfache, die einfach gerne kommen würden, aber die ist
00:23:04: gar nicht dran zu denken, weil die Finanzierung dafür nicht steht. Ok, also jetzt erst mal,
00:23:12: euer Ziel ist erst mal 300 Menschen halt sozusagen zu dem WorldShide Forum in Davos zusammenzubringen.
00:23:20: Im Sommer. Anfang Juli. Ok, das ist so das eine. Aber dann hat dich ja auch noch mitbekommen,
00:23:28: dass ihr euch ja auch noch für den Friedsen-Weltpreis bewerbt. Vielleicht magst du da... noch mal
00:23:36: was darüber sagen und auch wie das auch mit dem Thema Kinder und Davos halt zusammenhängt.
00:23:43: Ja, die Idee kam eigentlich aus dieser Beschäftigung mit Davos. Eigentlich kann man sagen, ist eine
00:23:50: Idee des World Child Forums. diese Ideen sind ja immer, entstehen ja in einem Feld. Die entstehen
00:23:58: ja nicht bei einem Landen, sie halt, aber eigentlich entstehen die ja in einem Feld. Ich war an
00:24:06: Pfingsten mit meinen Töchtern in Stockholm und die sind shoppen gegangen und die sind immer
00:24:12: froh, wenn ich da nicht mitgehe. Und ich bin dann ins Museum und vor dem Museum habe ich
00:24:17: Kaffee getrunken und dann saß ich direkt vor diesem Hotel, wo immer die Friedensnovellpreisträger
00:24:22: am 10. Dezember zusammenkommen, wenn die Verleihung ist. Und da kam ja die Idee, dachte ich, Mensch,
00:24:30: eigentlich wäre das doch großartig, wenn die 2,3 Milliarden Kinder Also Kinder jetzt bezogen
00:24:36: auf alle unter 18, so ist eben mal der Begriff von fast allen Ländern. Es ja immer Kinder
00:24:41: und Jugendliche gemeint. Wenn die den Friedensnobelpreis kriegen, was ist das denn für eine verrückte
00:24:48: Frage? Mir geht es eher um die Frage, was würde passieren, wenn? Wie müssten wir Erwachsene
00:24:56: uns sozusagen dann anders auf dieses Thema der Kindheit und Jugend schauen? Es wären ja dann
00:25:02: plötzlich Frieds-Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, die in den Kriegen am meisten leiden, die in
00:25:07: den Hungersnöten durch die Umweltkatastrophen überall am meisten, mit Abstand am meisten
00:25:13: zu leiden haben und ja eigentlich dann auch wieder die sind, die am meisten Hoffnung geben,
00:25:18: weil wir wollen das ja alles überwinden, diese Situationen um Zukunft zu gestalten. Die machen
00:25:24: wir ja für die. Und dann eben durch meine Erfahrung 30 Jahre Kinder weltweit, dass Kinder wenn
00:25:31: sie denn Kind sein durften, wie eine Kindheit aussehen sollte, natürlich in aller Regel,
00:25:38: auch da gibt es im Lebendigen immer Ausnahmen, aber in der aller, aller, größten Regel friedfertig
00:25:44: sind. Ja, die streiten sich natürlich und sagen, du nicht und ich ja. Und sie würden ja niemals
00:25:50: in Krieg vom Zaun brechen und sie würden niemals all das nicht. Und sie würden alle immer zusammenkommen.
00:25:57: Das ist auch das tolle Phänomen, was wir beobachten können. Und dann habe ich gedacht, Mensch,
00:26:03: das wäre doch eine spannende Geschichte, sozusagen den Fresner Weltpreis mal ganz als Hypothek
00:26:08: an die Zukunft, an das, eigentlich sein sollte. Ja, nämlich, dass wir gemeinsam eine gute Welt
00:26:15: für die nächste Generation, also eine enkelfähige Welt gestalten. Was ist denn sonst unser Job?
00:26:21: Gibt doch gar keinen anderen, der wirklich Sinn macht. Und dass man das einmal in die Öffentlichkeit
00:26:28: so richtig reinbringt durch diese Frage. Es war am Anfang ein bisschen ein Witz gedacht
00:26:34: und hat sich dann aber plötzlich so verfestigt, weil so viele Menschen gesagt haben, das müssen
00:26:39: wir machen. Und gerade kommen täglich mehr dazu. Und wir wissen, dass die Geschichte schon eingereicht
00:26:46: ist über andere Wege. da hat sich irgendwie so was ein bisschen in Schneeballgeschichte
00:26:53: losgetreten mit allen Fragen, die dazugehört. Aber Fragen ist doch super. Es ist doch wunderbar,
00:27:00: wenn wir nicht immer alle Antworten haben, wenn das einfach eine Frage ist, die da in
00:27:05: der Welt ist und die wir jetzt provozieren. Vielleicht noch das letzte und die Schweizer
00:27:09: Zeitung hat dann gleich getitelt 2,3 Milliarden Kinder gegen Trump. Ja, eigentlich auch eine
00:27:15: ganz witzige Geschichte. Ja, total. Und gleichzeitig triggerst du natürlich total unterschiedliche
00:27:22: Menschentypen. Also es gibt da natürlich die Zahlen Datenfaktenmenschen, sagen, wie soll
00:27:27: denn das gehen? So viele Preise und Urkunden gibt es ja gar nicht und der nächste denkt
00:27:32: halt irgendwie. Und die 1 Million auf 3,8, 2,3 Milliarden verteilen. Also das Preisgeld meinst
00:27:42: du? Ja, ja. Genau, genau. Das sind natürlich einfach total viele Fragestellungen, aber einfach
00:27:49: die Idee, die resoniert bei mir auch total. Also jetzt einfach mal zu sagen, worum geht
00:27:56: es sozusagen eigentlich auch bei unserem gesamten Handeln, nämlich halt eben um die Zukunftsfähigkeit
00:28:01: gleichzeitig aber auch Kraft daraus zu schöpfen, finde ich aus dieser Idee, dass ja eben auch
00:28:09: diese Begegnung von Kindern oder halt dann irgendwie natürlich auch diese Energie, die die halt
00:28:13: dann hier mitbringen und eben auch dieses im Grunde gute oder im Grunde friedfertige sozusagen
00:28:21: natürlich auch eine Riesenchance ist. Also das ist ja auch für mich ein Ding bei all dem
00:28:27: Wahnsinn, den man halt irgendwie so tagtäglich jetzt halt durch immer mehr Aufmerksamkeitsökonomie
00:28:35: und so weiter präsentiert bekommt und der halt auch tatsächlich passiert sozusagen ist das
00:28:43: natürlich auch einfach auch ein Ja, eben etwas, wofür wir auf der einen Seite eine Verantwortung
00:28:49: für tragen, aber auf der anderen Seite ja aber auch eine Kraft draus schöpfen können. ich
00:28:54: finde, ist so bisschen beides. Für mich jetzt zumindest, oder wie siehst du das? Ja, kann
00:28:59: ich auch total mit. sehe ich auch so. Also es ist beides und in Zwischenzeit merke ich auch,
00:29:05: es macht mir richtig Freude, ja, dieses es geht nicht und doch sollte es sein. Ja, also
00:29:12: dieses Paradoxon. was in dieser Frage liegt. Allein das Komitee, also diese fünf Menschen,
00:29:20: die in Auslös sitzen und am Schluss diese Wahl, die müssten sich sozusagen alles über Bord
00:29:25: werfen, was bisher war. Der Friedensnobelpreis wird eigentlich verliehen und so hat es Nobel
00:29:32: selbst auch mal festgelegt von Menschen, die sich für den Frieden eingesetzt haben, in irgendeiner
00:29:37: Weise. Man kann da immer voller Fragen sein. Ist das dann sinnvoll, die Europäische Union,
00:29:44: den Friedensag und so? Weiß ich nicht. Aber das ist auch gar nicht wichtig. Weil Obama
00:29:50: war es ja auch bisschen vorauseidlend. Man hat ihm gleich gegeben, anstatt mal zu gucken,
00:29:56: was passiert denn. Aber das finde ich gar nicht wichtig. Ich finde es eher spannend zu überlegen,
00:30:04: welcher Break wäre da drin, wenn wir diesen Preis mal ganz in die Zukunft richten. gar
00:30:09: nicht in die Vergangenheit, gar nicht in was geleistetes, sondern in was zu leistendem.
00:30:15: Also sozusagen als Ausdruck, was hinzukriegen, nicht als Klatschen für was, was passiert ist,
00:30:23: sondern sozusagen als Wegruf nach vorne. Und das finde ich super spannend. Das ist eine
00:30:29: total interessante Perspektive, finde ich wahnsinnig spannend. Wenn ich jetzt nochmal an … und so
00:30:36: Hörerinnen und Hörer sind ja halt in der Regel mit Unternehmensnachhaltigkeit beschäftigt.
00:30:42: Was wünscht ihr euch denn von diesen Personen, also von Menschen? Also habt ihr da irgendwie
00:30:48: so Angebote, wo man sagt, okay, könnte man jetzt irgendwie sagen, okay, ich übernehme die Verantwortung
00:30:54: für fünf Kinder oder? Also ich habe verstanden, ihr braucht Geld, das ist das eine. Aber das
00:30:59: zweite ist sozusagen, kann man auch noch was anderes tun, um euch da irgendwie zu unterstützen.
00:31:03: Bei beiden, es gibt ja so zwei Ebenen, wo wir sozusagen sehr, sehr gerne Unternehmenspartner
00:31:11: schafften und die haben wir teilweise eben auch schon hätten. ist ja bei diesen Auslandsprojekten,
00:31:16: also bei diesen Spiel- und Schutzraumprojekten von dem KUKO KULTUR Verein und bei dem World
00:31:22: Child Forum. Und bei beiden wäre es natürlich großartig und deswegen wäre mir so wichtig,
00:31:29: dass man eben nicht als dass es nicht um die Frage geht, wer wird Geldgeber oder Geldgeberin,
00:31:35: sondern wer macht mit, also wer wird Mitgestalter oder Mitmacher. Und wenn ich jetzt dran denke,
00:31:43: zu sagen, okay, wir ermöglichen fünf Menschen aus Tanzania den Besuch beim World Child Forum.
00:31:52: Ich nimm Tanzania, weil da waren letztes Mal so großartige junge Leute da, als Unternehmen.
00:31:59: Ja, es ist auch ein ganz kurzer Offtopic. Ja, ich war halt mal in Tansania mit der Devons
00:32:05: Bottich Stiftung. Also das ist sehr eindrücklich für mich auch gewesen. Also was für wunderbare
00:32:11: Menschen. wenn es sagt, Unternehmen sagen würden, wir ermöglichen ihnen, dieses da hinzukommen.
00:32:19: Und dann würde ich mich noch mehr freuen, wenn dann jemand aus dem Unternehmen mitkommt. Ja,
00:32:25: also sozusagen auch Teil des ist. Nicht nur ermöglicher, sondern wirklich Teil. Also muss
00:32:33: nicht, aber es wäre einfach wunderschön. Das Gleiche gilt eben für diese Fahrten in das
00:32:38: Auslandsgebiet. Mensch, das wäre doch wunderbar, wenn da jemand sagt, ich ermögliche so einen
00:32:45: Spielraum in Jordanien, wo in einem Kinderdorf, wo die Kinder aus dem Gaza-Streifen jetzt unterkommen
00:32:51: und ich gehe mit. Oder einer oder eine sagt ich, ich gehe da mit und ich erlebe das dann
00:32:57: auch, welche Wirkung und welche... was sozusagen dann dieser Zauber dieser Projekte, und das
00:33:03: ist beim Wörth Child Forum in Davos eben auch, ich erlebe diesen Zauber tatsächlich auch selber
00:33:10: dann, ich nehme den mit und bin dann nicht nur sozusagen dieser, das ist ja immer so bisschen
00:33:16: das Schade, dass es dann immer so diese zwei Rollen gibt, ja, die einen geben eben, ermöglichen
00:33:22: es durch das Finanzielle und die anderen erleben es dann und ich würde mir sehr wünschen, dass
00:33:28: sich das mehr hat. durchtrinkt. Ja, also dass man schon eine Verbindung auch wirklich herstellt
00:33:33: damit, ne? Also das ist ja eigentlich das Besondere dabei, weil es sind ja solche besonderen Momente,
00:33:40: die ja auch life-changing sein können, ne? Total, für junge Menschen ist ganz oft life-changing,
00:33:46: tatsächlich. Also die erzählen noch Jahre und ewig danach von diesen Projekten und von diesen
00:33:55: Erlebnissen. Also wie sind denn jetzt die nächsten Schritte bei diesem Friedensnobelpreis? Wen
00:34:02: bräuchtet ihr? Also wer wäre optimal an eurer Seite? Also der Papst vielleicht oder wer sollte
00:34:10: sich einsetzen? Ach, warum nicht der Papst alle? Alle wären optimal. Es wäre wunderbar, wenn
00:34:16: alle die Geschichte einfach weiter erzählen. Das ist eine Geschichte, die die Frage einfach
00:34:22: weiter stellen. Das wäre ganz... Schön, und wir suchen natürlich noch weiterhin Menschen
00:34:28: auch mit Reichweite, die sagen, ne, wir unterstützen das, da kommen gerade echt viele, und sagen,
00:34:33: wir nehmen das bei uns in den Newsletter, wir nehmen das mit rein. wo wir auch noch suchen,
00:34:39: sind Menschen, die das direkt einreichen dürfen, also die dort beim Komitee, das sind ja Professorinnen,
00:34:48: Professoren, Politikerinnen und Politiker. und natürlich ehemalige Nobelpreisträgerinnen und
00:34:53: Nobelpreisträger und besondere Menschen in der Öffentlichkeit, dürfen einreichen. Das kann
00:34:59: man auch auf der Internetseite stehen, genau, wer das sein darf. Und da suchen wir natürlich,
00:35:04: je mehr das sind, umso besser. Ja, weil dadurch die Kraft natürlich eine ganz andere wird.
00:35:10: wir haben schon ganz einige spannende, manche dürfen wir leider nicht nennen. Aber da suchen
00:35:17: wir natürlich einfach Menschen, die sagen, Da gehen wir mit. Also richtig cool. Und natürlich
00:35:26: eben Spenden braucht ihr halt dann entsprechend auch. Das habe ich jetzt auch verstanden. Es
00:35:30: gäbe halt irgendwie auch die Möglichkeit dort halt entsprechende Partnerschaften auch oder
00:35:34: sozusagen auch individuell auf Firmen halt, also mit Firmen halt nochmal auszuloten, wie
00:35:43: halt sowas halt gemeinsam aussehen könnte. Das habe ich jetzt auch verstanden. Und es bestünde
00:35:48: aber auch die Möglichkeit, auch Personen, sozusagen, teilhaben zu lassen an diesen Projekten, sowohl
00:35:55: was die Spielräume als auch das World Child Forum anbelangt. Das ist so richtig, ne? Das
00:36:01: ist genau richtig. Da ist wirklich die Einladung da, sich da einfach zu beteiligen. Nicht nur
00:36:09: ermöglicher zu werden, sondern Teil des Ganzen zu werden. Ja. Ja. Was sollen denn die Zuhörer
00:36:18: und Zuhörerinnen sonst mitgenommen haben? Oder hast du irgendwas vergessen, was du unterstreichen
00:36:27: wolltest? was denkst du? Hast du noch einen Shoutout? Jetzt haben wir ja viel über das
00:36:34: World Child Forum und den Fritz Nobelpreis und so gesprochen und ganz wenig über meine unternehmerische
00:36:39: Tätigkeit, was ja super ist, weil das sind die zwei Sachen, die mich vorne bringen und da
00:36:46: habe ich nur einen Moment und das reicht dann auch total. Wir haben gerade Kogok Schweiz,
00:36:51: also das Unternehmen in der Schweiz, umgewandelt in ein Verantwortungseigentumsunternehmen,
00:36:56: also in ein Purpose-Unternehmen. Das gehört jetzt allen, die dort arbeiten und es gibt
00:37:05: keine Gesellschaften mehr, die sich den Gewinn rausziehen können und so weiter. Und das haben
00:37:10: wir jetzt im Prozess gerade dieses Jahr durchgemacht. Es gibt ja bekannte Purpose-Unternehmen wie
00:37:14: Ecosia oder Leica. Und ich muss sagen, der Wandel in dem Unternehmen nach so kurzer Zeit,
00:37:23: nach nur ein paar Monaten, ist so grandios und großartig, wie anders sich das anfühlt, wenn
00:37:29: die Menschen sich nicht mehr als Angestellte sozusagen auf einen Lohnzettel, sondern eigentlich
00:37:36: als verantwortlich für das Ganze, hier passiert und jeden Tag aufs Neue. Ich fand das einen
00:37:42: großartigen Move und hätte mir nie vorgestellt, dass das so eine Wirkung hat auf das Unternehmen.
00:37:47: Vielleicht das auch noch so rein. Ich meine, diese Purpose-Gedanke und diese neue Unternehmensform
00:37:53: soll ja in Deutschland kommen, das ist ja politisch gewollt. Also die haben es ja noch wieder versprochen,
00:38:00: dass es in dieser Legislaturperiode kommt als neue Rechtsform, um unternehmerisch tätig zu
00:38:06: sein. Man weiß es ja nie, aber ich glaube, es tatsächlich soweit ist. Aber auch das nur kurz
00:38:12: als letzte Episode aus meinem unternehmerischen Feld. Dazu sollten wir uns auf alle Fälle noch
00:38:19: mal unterhalten, Berni, weil ich natürlich eben auch, oder wir eben auch, in einer Abstimmung
00:38:25: dort halt mit Achim Hensen, Armin Steuernagel und so weiter, also mit den entsprechenden
00:38:31: Akteuren. Seit Achim ja auch schon zweimal bei uns im Podcast war, wir halten zu diesem Thema.
00:38:35: Verantwortungseigentum, halt, wie wir gesprochen haben und das halt in der Tat halt ein sehr,
00:38:41: sehr unterstützenswertes oder sehr interessantes Feld halt, irgendwie tatsächlich nochmal ist.
00:38:48: Können wir aber auch nochmal gesondert zu sprechen. ist halt irgendwie auch nochmal. Ja, weil das
00:38:52: ist eben ganz, aktuell bei uns einfach passiert und ich kenne die alle sehr, sehr gut. Ja,
00:38:58: ganz lieben Dank für deine Zeit und die wirklich spannenden Einblicke. Ich drücke euch auf
00:39:06: alle Fälle die Daumen, ich kriege hier auch relativ viel mit und freue mich da halt da
00:39:13: tatsächlich drauf auf die nächste Zeit und ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass das
00:39:18: da halt mir nochmal dem einen oder anderen hier nochmal begegnen wird und würde mich natürlich
00:39:24: auch freuen, wenn sich Menschen da tatsächlich einbringen und euch dort weiter unterstützen.
00:39:32: Danke Berni für deine Zeit. Ja. Danke dir Nils.