Werbeartikel neu gedacht: Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und KI in der Praxis

Shownotes

📌 Unsere Learnings aus der Folge:

  • Weniger ist mehr: Lieber weniger Werbemittel produzieren, dafür auf hochwertige, langlebige und nachhaltige Produkte setzen.
  • Nachhaltigkeit ganzheitlich denken: Sie beginnt bei kreislauffähigen Rohstoffen, setzt sich über möglichst kurze Lieferwege fort und endet bei einer ressourcenschonenden Verpackung.
  • Nachhaltigkeit aktiv anbieten: Unternehmen dürfen ihre Kunden ruhig für nachhaltigere Alternativen begeistern und diese selbstbewusst als Option ins Spiel bringen.

🧭 Gliederung der Folge:

  • Stevens Weg zur Nachhaltigkeit (03:11)
  • Die größten Hebel in der Werbeartikelbranche (05:34)
  • Der schmale Grad zwischen Budget, maximaler Werbewirkung und Nachhaltigkeit (11:19)
  • Nachhaltigkeit im Versand (14:27)
  • Der neue Standort in Mannheim (18:10)
  • Der Einsatz von KI bei cyber wear (21:28)
  • Argumente für nachhaltige Werbeartikel (25:34)
  • Der deutsche Bahn Schaffner Teddy (31:10)
  • Die 10€ Geschenk Grenze (34:18)
  • Stevens Netzwerktipps (38:38)

Wir haben das Gespräch mit Steven am 18.08.2026 aufgenommen.


🔗 Mehr erfahren & vernetzen:

🎧 Wem diese Folge gefallen hat, dem empfehlen wir noch die Folge mit Henner Buhck.

Wer jetzt auch den UBK Schaffnerbär braucht, wird hier fündig.

👉 Der direkte Kontakt zu unserem Gast: Steven Baumgaertner auf LinkedIn

👉 Über euer Feedback freuen sich Meike & Nils via LinkedIn

📞 Oder direkt bei uns in Hamburg: 040 – 226 383 100

✉️ moin@ceo2neutral.de

Der CEO2-neutral Podcast ist ein PHATes Projekt der Nachhaltigkeitsberatung PHATsustainability von PHAT CONSULTING


Viel Spaß bei der 208. Folge von CEO2-neutral!

Transkript anzeigen

00:00:19: Moin und herzlich willkommen zum CEO2neutral Podcast, dem Interview Podcast von Fed Consulting.

00:00:24: Wir begleiten Unternehmen auf ihrer Reise der digitalen und nachhaltigen Transformation und

00:00:28: treffen dazu immer wieder interessante Gesprächspartnerinnen, die euch inspirieren und zum Nachmachen animieren

00:00:34: wollen. Denn wir glauben fest daran, dass eine nachhaltige Transformation nur gemeinsam gelingen

00:00:39: kann. Da freuen wir uns hier auf den regelmäßigen Austausch mit Experten, Expertinnen, wir. Das

00:00:44: sind wie immer Mike und ich von Fed Consulting. Mike, wie geht es dir denn heute? Mir geht

00:00:50: es sehr gut. freue mich vor allem, ehrlich gesagt, ich das mal sagen werde, aber ich freue mich,

00:00:54: dass es kühler geworden ist und genieße es, dass ich hier in meinem kleinen Wollpulli sitze,

00:01:00: weil es jetzt wirklich heiß war die letzten Tage. Wie geht es dir? Ja, mir geht es auch

00:01:04: gut. Also ich saß eben auch im Besprechungsraum und sitze jetzt irgendwie auch wieder. Mir

00:01:09: ist eigentlich kalt und hatte jetzt irgendwie, hatte vorhin eine Jacke angezogen und gucke

00:01:12: aufs Thermometer, nur mal 24 Grad. Wir sind in andere Temperaturen gewöhnt. Das ist mir

00:01:16: auch die Tage aufgefallen. Bei uns im Büro wird es ja auch mal gerne über 30 Grad. Das

00:01:20: heißt für uns ist eigentlich Anfang 20 Grad fast schon arktisch. Aber bevor wir jetzt

00:01:25: über unsere Büro, über das Hitzethema im Büro reden, freue ich mich sehr einmal unseren

00:01:31: Gast vorstellen zu dürfen. Und zwar haben wir Steven Baumgärtner heute bei uns. Und Steven,

00:01:36: kommst nicht nur aus einer Familie, die Plastikeimer hergestellt oder hergestellt hat, sondern Du

00:01:42: würdest auch sagen, du bist in einer Branche zu Hause, die eigentlich vom Grundsatz her

00:01:46: nicht nachhaltig ist, denn du bist Experte für Werbemittel. Und das klingt jetzt erstmal

00:01:52: nicht nach einem klassischen Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Vielleicht war aber genau

00:01:56: das der Hintergrund, der dich auch dazu bewegt hat, dein Unternehmen eben auch dahingehend

00:02:01: aufzustellen und weiterzuentwickeln. Du hast ganz viele tolle Ansätze geschaffen, wie man

00:02:05: eben doch auch in diesem Geschäftsmodell. nachhaltiger agieren kann und dann nimmst du deine Kunden

00:02:11: eben mit auf den Weg. Darunter Konzerne wie Audi, die Deutsche Bahn, viele weitere. Wie

00:02:15: dir das so gelungen ist und was dich so umtreibt, erfahren wir heute. Steven, schön, dass du

00:02:19: da bist und wie geht es dir? Ja, erstmal vielen lieben Dank. Oder wie Nils gerade sagt, gemoin.

00:02:25: Mir geht es blendend. Danke. Ich freue mich auch, dass es ein bisschen kühler geworden

00:02:31: ist. Ich habe mich gerade auch hier in unserem einen Besprechungsraum zurückgezogen. Thema

00:02:36: Nachhaltigkeit habe erstmal die Klima ausgemacht, weil die lief auf 23,5 dann dachte ich so naja

00:02:42: draußen ist glaube ich kälter als es jetzt hier eingestellt ist. Vielleicht macht das gar keinen

00:02:46: Sinn. Aber ja mir geht es wie gesagt blendend und ich freue mich Gast bei euch sein zu dürfen.

00:02:53: Dankeschön. Ja wir beginnen ja mal mit der Frage wie du zur Nachhaltigkeit gekommen bist. Also

00:02:58: was würdest du sagen? Ist das jetzt irgendwie im Studium passiert? Bist du halt sozusagen

00:03:05: geprägt durch Familie, Eltern, Großeltern oder bei Exception? Nee, also es ist so ein bisschen

00:03:13: wie Meike das gerade eben auch schon sagte. Eigentlich ist es tatsächlich aus dem, was

00:03:20: ich tagtäglich tue, heraus so ein bisschen intrinsisch. Ich sage immer salopp eigentlich das, was

00:03:26: wir, also Cyberware, mein Unternehmen, Werbeartikel, Merchandise, Corporate Fashion. was wir jeden

00:03:32: Tag tun dürfen, produzieren, entwickeln dürfen für unsere Konzernkunden weltweit, braucht

00:03:38: ja erst mal, wenn man ganz nüchtern ist, kein Mensch. Das ist einfach faktisch so. Und es

00:03:43: ist so schön, dass ganz viele Menschen auf dieser Welt all das, was wir jeden Tag machen, so

00:03:48: sehr lieben. Teilweise dafür sogar Geld ausgeben, wenn wir jetzt mal über Merchandise-Produkte

00:03:52: sprechen. Und ich habe immer gesagt, na ja, sobald wir die Möglichkeit haben, die Option

00:03:57: haben und unser Supply-Chain soweit ist, dann müssen wir nachhaltig werden. Weil es gibt

00:04:04: halt nur diesen einen Planeten, das ist uns allen bewusst. Und ich glaube, dass wir auch

00:04:09: als Unternehmer und Unternehmerinnen und generell als Unternehmen einfach eine Verantwortung

00:04:14: gegenüber der nächsten Generation haben. Ich habe zwei Söhne und ich will denen halt nicht

00:04:21: Schutt und Asche hinterlassen. Und das hört sich jetzt so bisschen großphilosophisch an,

00:04:27: wenn man das immer so sagt. Aber es ist wirklich meine meine tiefste Überzeugung, dass das,

00:04:32: was wir tun, müssen wir halt richtig tun. es gibt so viele Optionen mittlerweile. Gott

00:04:38: sei Dank hat sich auch da unsere Branche in den letzten Jahren echt sehr, sehr, sehr stark

00:04:42: entwickelt. Und ich glaube, es gibt einfach keine Option A oder B, sondern wir sind da

00:04:47: sehr kategorisch. ja, da bin ich natürlich, am Ende funktioniert Nachhaltigkeit immer

00:04:52: nur, wenn sie von oben gelebt und vorgelebt wird. Da bin ich sehr kategorisch. Und das

00:04:56: sind wir mittlerweile auch bei vielen unserer Kunden. dass wir eben da sehr kategorisch

00:05:01: auch in die Nachhaltigkeit gehen. Aber es ist wirklich aus dem inneren Antrieb heraus. ist

00:05:05: nicht meine Oma hat nicht früher Bio-Socken gehekelt und ich fand das total super und wir

00:05:10: haben auch keinen Bio-Garten gehabt und alles weit weg davon. Aber schon das Unternehmerische,

00:05:17: diese Selbstverantwortung für the next generation, die liegt mir schon recht nah. Dann lass uns

00:05:22: doch mal einsteigen in die Branche der Werbemittel und das Merchandising. Wie kann man denn das

00:05:30: auch nachhaltig gestalten und wo siehst du auch die größten Hebel innerhalb deiner Branche?

00:05:34: Also ich würde es einmal so bisschen zurückspringen, weil die Branche, ich habe es gerade gesagt,

00:05:38: hat sich in letzten Jahren extrem gewandelt. Also früher, und da rede ich jetzt vielleicht

00:05:43: von vor sechs, sieben Jahren, war Nachhaltigkeit immer so nice to have. Immer wenn du dann

00:05:49: Richtung Supply Chain, Richtung Produktionen gegangen bist, dann war das immer so, du hattest

00:05:54: so zwei Lager, ein Lager war so ja. wir sind super nachhaltig, wir machen alles und toll

00:06:00: und wenn du ein bisschen tiefer eingestiegen bist, dann war es quasi beim Mülltrennen war

00:06:04: dann auch schon vorbei oder bei dem einen Solarpanel auf dem Dach. Die anderen haben dann gesagt,

00:06:10: naja, wir würden gerne, wir haben das auch schon mal echt ausprobiert. Das war als so semi erfolgreich.

00:06:16: Da haben wir dann mal eine Powerbank entwickelt in einem nachhaltigen Material und dann lag

00:06:21: die an Lager, dann wollte die keiner haben. Ja gut, weil sie halt auch einfach hässlich

00:06:25: war und vielleicht nach Knäckebrot aussah. Das war halt so diese alten Materialitäten sahen

00:06:30: halt dann teilweise auch sehr, sehr schwierig aus, um es mal nicht auszudrücken. Und da hat

00:06:34: halt dann auch ein großes Brand auch nicht sein Logo drauf gedruckt. Und dann hast du halt

00:06:38: die kategorischen gehabt, die gesagt haben, so bleib mal mit dem Zeug bitte weg, wir produzieren

00:06:42: Werbeartikel, das sind günstigste, also wenn wir mal bei den Bereich Streuer, also günstigste

00:06:48: Produkte reden, wo soll ich denn da bitte nachhaltig werden? Das hat sich vor sechs, sieben Jahren

00:06:54: wirklich grundlegend geändert. Sicherlich weil auch mittlerweile Materialitäten weltweit auch

00:07:00: im Einsatz sind, die wirklich auch vernünftig ausschauen, die eben nichts mehr mit dieser

00:07:04: alten Bio-Baumwolltasche zu tun haben, die halt auch danach aussah, nach Tante Ketis Baumwolltasche.

00:07:11: Und da hat sich die Branche wirklich extremst weiterentwickelt. Und wie gesagt, für uns

00:07:16: ist es halt mittlerweile einfach Standard wir gehen mittlerweile sogar ein Stück weiter dass

00:07:22: wir sagen es ist halt nicht mehr nur Wo produzierst du wie bringst du es von a nach b also viele

00:07:28: uns herprodukte kommen halt unweigerlich immer noch aus asiatischen länder das heißt der weg

00:07:32: nach europa ist recht lange Da gibt es mittlerweile ja auch alternativen mit der deutschen bahn

00:07:38: zugverbindung also wenn jetzt man nicht gerade irgendwo wieder einer dieser Düsseldien unnötigen

00:07:42: kriege ist gibt es viele wege wo du optimieren kannst du musst nicht alles fliegen Wörst case

00:07:48: war für mich immer lenyard also bio baumwolle oder aus anderen materialien vermeintlich nachhaltig

00:07:55: und dann wird es geflogen Kompletter wahnsinn co2 overkill wurde sagst leute wie wie dämlich

00:08:01: kann man denn sein und es war dann so diese greenwashing themen wurde halt ganz oft reingerutscht

00:08:05: also das ist das eine das andere ist dann eben die materialität also ist immer die frage wo

00:08:11: fängst du bei der nachhaltigkeit in der diskussion an die materialität ist immer so eins unserer

00:08:15: größten themen Und wir gehen mittlerweile sogar noch einen Schritt weiter. gehen in die Zirkularität,

00:08:20: dass wir sagen, okay, nicht nur bis zu dem Punkt, wo es genutzt wird, wollen wir höchstgradig

00:08:26: nachhaltig sein, sondern wir wollen auch über diesen Lifecycle hinweg weiter denken, was

00:08:31: passiert denn mit diesem Produkt, wenn es dann vielleicht irgendwann im schlechtesten Fall

00:08:36: nicht mehr genutzt wird. Schön ist, wenn es kein End-of-Lifecycle hat, wenn es einfach

00:08:40: für immer und ewig benutzt wird. Da ist jetzt wieder die Baumwolltasche, die nutzt du halt

00:08:44: im Zweifel dann irgendwann auch mal für deine Schuhe, für deine Dreckwäsche oder was auch

00:08:48: immer. Aber wir gehen wirklich jetzt mittlerweile sogar da diesen einen Schritt weiter und überlegen,

00:08:54: okay, wie können wir das Produkt von Anfang an wirklich so konzipieren, dass es aus einer

00:08:59: Monomaterialität gefertigt wird, dass es einfach zu recyceln ist, dass es dann wieder im Zweifel

00:09:04: in einen Kreislauf zurückgeführt wird, dass es einen Zweitnutzen nach seinem Erstnutzen

00:09:09: hat. Also da gibt es ganz ganz viele Möglichkeiten, wo du aber zum einen erstmal, sag ich mal,

00:09:16: die Muße und die Ruhe brauchst, das richtige Team dafür brauchst, die eben ab der Produktentwicklung

00:09:22: da schon auch mit denken wollen. Und du brauchst halt die Kunden. Wir haben halt, glaube ich,

00:09:28: mit unseren Konzernkunden auch sehr sehr Dankbare, die das auch einfordern und da auch dann ein

00:09:33: Stück weit mitgehen. Mittlerweile haben wir es ein bisschen rumgedreht. Von sie fordern

00:09:37: es bei uns ein geht's. Manchmal auch, überfordern sie dann schon mit unseren Ideen, weil sie

00:09:43: sagen, meine Güte, also so weit haben wir jetzt auch noch nicht gedacht, aber ja, ist ein cooler

00:09:46: Ansatz, lasst mal machen. Und das ist aber so ein bisschen auch unsere, wir wollen Challengen,

00:09:51: wir wollen unsere Lieferanten-Challengen und unsere Kunden-Challengen. Und das machen wir,

00:09:56: glaube ich, jetzt wirklich seit, ja, ich würde sagen, vier Jahren wirklich sehr, sehr, sehr

00:10:00: gut. Spätestens mit dem Einzug in unser neues Gebäude. Aber ich glaube, da kommen wir gleich

00:10:04: noch drauf. Ja, spannend. Ich frage mich ja auch, also das eine ist ja sozusagen, wie das

00:10:11: hergestellt wird, wie das geliefert wird. und so weiter und so fort. Gleichzeitig, sprachst

00:10:16: eben über Streuer, den Begriff kannte ich nicht, aber ich kenne das halt sozusagen, wenn man

00:10:20: halt so auf großen Messen ist, ja, und da halt irgendwie die ganzen Themen, die einem dann

00:10:25: da präsentiert werden, beziehungsweise die man halt so mitnehmen kann oder alles, geht ja

00:10:29: schon los, wenn du halt irgendwie den YouTube-Beutel bekommst, der halt irgendwie mit Sachen halt

00:10:33: nochmal gespickt ist, wo halt Werbematerialien drin sind von anderen Companies, die halt irgendwie

00:10:39: da Sponsoren sind auf der Messe. Da frage ich mich natürlich auch immer, okay. Es ist ja

00:10:43: auch nicht so einfach, wo auch jeder schon alles hat, sage ich mal überspitzt gesagt, jetzt

00:10:50: halt dann irgendwie noch das Ding zu finden, was du dann auch wirklich tatsächlich benutzt.

00:10:54: Das ist ja eben auch noch was. willst ja halt auch sozusagen die Botschaft ein bisschen präsentieren.

00:10:59: Gleichzeitig soll es ja auch eine gewisse Wertigkeit haben, dass du auch irgendwie sagst, okay,

00:11:03: das ist jetzt irgendwie auch cool, das nutze ich jetzt irgendwie auch weiter. Und gleichzeitig

00:11:08: muss ja auch günstig sein. Ja, ja, das ist so das Briefing. Die Wahrheit sieht dann oftmals

00:11:17: ein bisschen anders aus. Also irgendwo musst du dann halt auch mal federn lassen. Wir versuchen

00:11:21: es eben dann ganz oft Richtung Budget zu treiben. Also nicht in der Nachhaltigkeit, nicht in

00:11:26: der Individualität, nicht in der Usability, dass es wirklich auch verwendet, genutzt wird.

00:11:32: Das ist also der erste Grad für mich einer Nachhaltigkeit, ein Produkt überhaupt eingesetzt wird. Nicht

00:11:37: schlimmer. als die jute tasche gefüllt mit vielen schönen dingen die danach direkt am ausgang

00:11:43: in müll fliegen weil du denkst um gottes willen was für ein krottiges produkt passiert kurzes

00:11:48: seitnot passiert tatsächlich auch noch in fünf sterne hotels hatte ich letzte woche flaschenöffner

00:11:54: konntest du absolut nicht gebrauchen hat nicht mal eine nicht mal wirklich eine weinflasche

00:11:58: auf bekommen damit in einem luxus hotel gerade neu aufgemacht und ich dachte leute es kann

00:12:03: doch bitte nicht euer ernst sein und da lasert ihr euer logo drauf sah toll aus hatte keinerlei

00:12:09: Funktion, konntest du so wie es war einfach mit Müll schmeißen und damit hast du jegliche

00:12:14: Markenaffinität auch zu einer Luxusmarke dahingerichtet. Das passiert leider auch immer noch großen

00:12:21: Marken, ich hoffe mal unbewussterweise, aber es passiert und ja es ist wie gesagt wir versuchen

00:12:28: immer Richtung Budget zu gehen, ich sage immer lieber weniger dafür besser. Also es ist ja

00:12:33: immer dieses Budget ist ja jetzt oft endlich. Es gibt jetzt halt mal nur die 10.000 Euro,

00:12:37: die 5.000 Euro Budget für den Event. Dafür musst du doch aber per se jetzt vielleicht

00:12:42: nicht 5.000 Teile produzieren. Lass doch zweieinhalb machen und dafür vernünftig. Und das funktioniert

00:12:47: oft. Also das ist wirklich so, dass du damit auch einen Einkauf natürlich gut abholst, dass

00:12:51: du ein Marketing gut abholst und wenn du dann über die qualitative Schiene kommst und sagst

00:12:56: Leute, ist qualitativ, entspricht das auf jeden Fall tausendmal mehr eurer Marke. Es wird einen

00:13:02: Einsatz finden. Und damit habt ihr dann eigentlich schon mal zwei wirklich sehr, sehr große Anteile

00:13:07: dessen erfüllt in der Nachhaltigkeit. Dann gehen, ich würde sagen, 99 Prozent aller Ansprechpartner

00:13:12: in allen Unternehmen dieser Welt mit. Aber ja, es ist ein schmaler Grad zwischen hau raus,

00:13:19: was geht, so billig wie eben nur möglich. Aber auch da, die Vernunft wächst ja Gott sei Dank

00:13:27: auch mit. Und auch da die nächste Generation. hat ja ein ganz anderes Verständnis. die wird

00:13:33: jetzt auch unsere Ansprechpartner werden alle jünger, was gut ist. Und die sind ja genau

00:13:38: damit, was du vorhin ja auch sagtest, niemals ich damit groß geworden bin. Nein, meine Generation

00:13:42: ist da noch nicht mit groß geworden, aber die jetzige Generation, diese YZ, whatever generation,

00:13:50: die sind ja damit groß geworden. Für die ist das normal, dass eben Produkte nachhaltig sind.

00:13:57: Und dann hast du da eine super Argumentationsgrundlage. Wenn du sagst, mach lieber bisschen weniger

00:14:02: dafür gescheit, dann sind die sofort an Bord. Was ich auch so spannend finde, ist, wie viel

00:14:07: Innovation dadurch ja auch irgendwie bei dir auch in Haus und auch in der Branche stattfindet.

00:14:12: erinnere mich, im Vorgespräch haben wir über das Thema Paketierung, Pakete gesprochen.

00:14:18: Und das fand ich total faszinierend, was du mir da erzählt hast. Würdest du auch noch mal

00:14:24: das Kurz für die Hörerinnen im Podcast noch mal wiedergeben? Ja, genau. Das zeigt eben

00:14:29: auch so diese ganzheitliche Denk. Also bei uns hört es dann eben nicht am Produkt auf, bei

00:14:33: uns hört es nicht beim Lagerprozess auf. Auch unser gesamtes Firmengebäude ist mit Solar.

00:14:38: Also wir haben mehr Solar als Dach gefühlt, produzieren noch mehr Solar, als wir selbst

00:14:42: mit unseren E-Autos verarbeiten können und verbrauchen können. Und haben jetzt dann und In der nächsten

00:14:48: Konsequenz hatten wir immer so das Thema, haben unfassbar viel, so wie alle großen Versender,

00:14:54: unfassbar viel Luft durch die Gegend geschickt. Mein schönstes Beispiel ist immer, bestellst

00:14:58: mal einen großen Onliner, Besenstiel, dann kommt der in der Kartonnage, da wird ein Einfamilienhaus

00:15:02: reinpassen. Völlig blödsinnig, zerschneiden ist halt auch keine Option. Und das Thema hatten

00:15:08: wir auch, wir haben unfassbar viel Filmmaterial verbraten, wir haben viel Volumen durch die

00:15:12: Gegend geschickt und jetzt gerade im Internationalen beschicken weltweit. ist natürlich Volumen

00:15:17: ist CO2 und wir haben jetzt vor rund anderthalb Jahren ist es jetzt schon hier eine vollautomatisierte

00:15:25: Verpackungsanlage gekauft, die das, ich nenne es jetzt mal ganz fachmännisch, das Füllgut,

00:15:30: also das, was wir letztens endes versenden, was der Kunde bestellt hat, 3D scannen in

00:15:34: dem Prozess dessen, dass wir es auf dem Förderband legen, dann hauen wir den Red Button, dann

00:15:39: fährt das ganze los, wird 3D gescannt und Dann fängt die Maschine von einer Endlos-Kartonage

00:15:45: aus recyceltem Material, von einer Endlos-Kartonage die Kartonage zu 100 % passt genau um das Füllgut

00:15:53: herum zuzuschneiden. Das was übrig bleibt in dem Prozess wird zurückgeführt zu unserem Kartonagenhersteller,

00:16:00: wird eingeschwemmt, wird wieder zu neuen Kartonagen für uns hergestellt. Also auch da haben wir

00:16:04: ein Lifecycle hergestellt. Wir verbrauchen kein Füllmaterial mehr und die Kartonage ist

00:16:09: zu 100 % wie gesagt Genau um das Füllmaterial herum. Selbst wenn wir jetzt ein Mailing haben

00:16:15: mit 1000 mal demselben Inhalt ist jedes Paket im Zweifeln Millimeter kürzer, kleiner, höher,

00:16:22: dicker, dünner, weil es jedes Mal von neuem gescannt wird. Und das spart bei uns immens

00:16:28: viel Verpackungsmaterial. Ist natürlich auch ein Stück weit unternehmerischer Eigennutz.

00:16:31: Kostet Geld, muss man nicht drum durch die Gegend schicken, muss aber auch wieder nicht entsorgt

00:16:35: werden und Co2, weil wir unsere Co2 wirklich die Versandeinheiten jetzt mal übertrieben.

00:16:41: Früher haben wir drei UPS-Container voll gemacht, jetzt machen wir gerade mal nur einen voll.

00:16:45: Und das ist jetzt überspitzt, aber es ist eigentlich von der Idee her so. Und das ist so, wo wir

00:16:50: sagen, wir denken da eben weiter auch der Prozess, also wir waren glaube ich der dritte in Europa,

00:16:56: der diese Maschine installiert hat. Wir sind die ersten, die von Endlos-Kartonage, also

00:17:01: die anderen bedienen von Rolle. Wir gehen von Zickzack-Kartonage auf Palette. Wir einen ganz

00:17:05: pragmatischen Grund, unsere Halle ist nicht hoch genug für die Zuführung über Rolle. Wir

00:17:09: waren die ersten, die diese Zickzack-Kartonage entwickelt haben in auch der Stärke, wie wir

00:17:14: sie brauchten. Aber wir sind der erste gewesen, der den Verschnitt zurückführt zu seinem regionalen

00:17:20: Kartonagenhersteller, um daraus eben wieder neue Kartonagen für unsere nächsten Lieferungen

00:17:26: herzustellen. Und das ist die Denke, die wir eben auch haben und wirklich versuchen, immer

00:17:32: wieder noch mal den nächsten Schritt weiter zu denken, unabhängig davon, dass die Maschine

00:17:37: super fancy cool ist. Also das macht total Spaß. wirklich, CEOs von Milliardenunternehmen

00:17:45: standen schon bei uns im wahren Ausgang und haben darum gebettelt, ihr Paket selber packen

00:17:49: zu dürfen. Und da denkt man okay, wenn es so einfach sein kann, mach gerne, ganz ein Praktikum

00:17:55: bei uns machen, ist okay. Ja, spannend. Habt dann noch mehr gemacht? Also ich meine, habt

00:18:01: ja einen neuen Standort, du hast jetzt bisschen erzählt, okay, ihr habt jetzt viel Solar auf

00:18:04: dem Dach, sozusagen jetzt halt irgendwie da euch mit Technik eingedeckt. Wie seid ihr

00:18:09: denn sonst noch vorgegangen? Also wir haben mit Umzug ins Neugebäude tatsächlich einmal

00:18:15: so neu gebaut auf der grünen Wiese, ganz klassisch, und haben wirklich von Anfang an bis Ende versucht,

00:18:22: Nachhaltigkeit hier wirklich in das Unternehmen reinzubringen. Wir haben regionalen Bauunternehmer

00:18:26: genommen, haben regionale Subunternehmer genommen, auch da jetzt überspitzt, die kamen halt nicht

00:18:31: 1000 Kilometer jeden Montag angerasselt mit ihrem alten Transit und sind Donnerstags wieder

00:18:36: nach Hause gefahren, völlig zerstört und zerschossen, sondern wirklich regional. Die Materialien,

00:18:40: die wir verarbeitet haben, alle, es ist keine indische Grauwacke verbaut worden, sondern

00:18:46: versucht wirklich in den Möglichkeiten dessen so nah wie möglich zu sorgsen. Wir sind hingegangen.

00:18:53: Alles an Einwegthemen haben wir komplett eliminiert hier im Haus. Es gibt bei uns nichts mehr

00:18:58: an Einweg. Wir haben uns selbst ein bisschen kannibalisiert. Wir produzieren unter anderem

00:19:03: Zuckersticks mit Logos drauf. Gehört halt nun mal auch zu einem Werbeartikel dazu. Bekommst

00:19:06: du dann auch noch bei dem einen oder anderen unserer Kunden? Hatten wir früher auch mit

00:19:10: unserem Logo. Gibt es nicht mehr. Gibt jetzt eine Zuckerdose zum Kaffee. Fertig. Wir haben

00:19:15: unseren eigenen Bio-Café entwickelt mit einem vietnamesischen Bio-Bauern, wo wir wirklich

00:19:19: nachhaltig nachweisen können. Der kommt von einer kleinen Farm aus einem Familienunternehmen.

00:19:24: 100 % geht an diesen Bio-Bauern und der fertigt unseren Bio-Kaffee. Also auch da selbst solche

00:19:31: kleinen Stellhebel haben wir angeschaut und alle Mitarbeiter haben hier ihre Mehrwegthemen.

00:19:39: Jeder hat seine eigene Tasse, jeder hat sein eigenes Tellerchen etc. pp. Jeder hat Food-Container

00:19:46: bekommen, dass er auch Essen von zu Hause im Mehrwegsystem mit hier hinbringen kann. Also

00:19:50: wirklich alles einmal bis hin zu meinem Lieblingsthema werden Wasserlose Urinale. Die dümmste Entscheidung

00:19:57: ever, weil die Teile wirklich jeder, der zuhört, macht es nie. Bitte geht weg von wasserlosen

00:20:04: Urinalen. Wir dachten, es ist total super. Wir brauchen keinen Trinkwasser. Größte Blödsinn

00:20:09: ever. Dünste Nichtinvestitionen in normale zu gehen. Aber auch da haben wir selbst so was

00:20:14: haben wir gesagt, okay, wenn es das doch schon gibt, dann lasst es uns doch machen. Bis hin

00:20:18: zu, wie gesagt, sind jetzt höchstgradig mit E-Flotte unterwegs. Also es gibt noch ganz,

00:20:24: ganz wenige Verbrennermotoren bei uns im Unternehmen. Jobbikes für Mitarbeiter, die nächstgelegene

00:20:32: S-Bahn-Station ist ein Stückchen weg von uns. Es gibt rotierende Bikes, die dort eben als

00:20:37: Pendelverkehr für unsere Mitarbeiter bereitstehen, dass die Mitarbeiter mit dem Nachverkehr kommen

00:20:41: können, der subventioniert wird. Dann aber dort dann nicht laufen müssen oder den Bus

00:20:46: wieder nehmen müssen, sondern sich bei schönem Wetter einfach auf ein Cyber-Werfahrrad hocken

00:20:49: können und hier rüber radeln dürfen. Also lauter solche Themen haben wir wirklich von A bis

00:20:54: Z durchdekliniert und versuchen wirklich neben wir trennen Müll in drei verschiedene Müllcontainer

00:21:03: zu gucken, was können wir noch alles machen und wo können wir noch ansetzen. Wir sind ja

00:21:08: nicht nur Nachhaltigkeitsberatungshause, sondern auch Digitalisierungsberatungshause. Deswegen

00:21:12: müssen wir die nächste Frage stellen. Es ist praktisch, es geht gar nicht anders. Aber

00:21:17: welche Relevanz hat denn KI jetzt aktuell bei dir, wenn du auf deinen ganzen Prozess end-to-end

00:21:24: einmal schaust? KI ist ja ein riesiges Totschlagwort mittlerweile geworden. Also alles ist KI.

00:21:32: Bei uns heißt das jetzt schon seit vielen Jahren Digital Operations. Es gibt eine eigene Abteilung,

00:21:37: die hängt direkt an unserer CEO. Davor an meinem Geschäftspartner, also an unserem CFO direkt

00:21:45: angehängt. Und die kümmern sich seit vielen, vielen Jahren schon um Prozessoptimierung.

00:21:50: Und wir haben mittlerweile unsere eigene, also nicht mittlerweile schon sein. Ja, sehr gut.

00:21:56: drei Jahren glaube ich jetzt schon, eigener KI, die sich quasi nachts selber battelt mit

00:22:01: allen gängigen KI-Modellen und im Prinzip aus allen gängigen KI-Modellen immer die bestmöglichsten

00:22:08: Szenarien für uns extrahiert. Das ist Ressourcenplanung beim Personal. Riesenthema für uns. Wir kommen

00:22:15: jetzt im Herbst in die Peak Season, also vor Weihnachtsgeschäft ist bei uns Peak Season.

00:22:20: Da brauchst du mehr Personal. Das plant bei uns seit vielen vielen Jahren ein Agent. Zusammen

00:22:26: mit Human Resources allerdings immer noch. Wir machen die gesamte Prozessoptimierung von

00:22:32: Bestelleingang, bis es dann hinten in der Maschine als Päckchen rausfällt. Die Roboter, wir haben

00:22:38: insgesamt 90 Roboter mittlerweile, werden jetzt auch nochmal unser großes System um fast eine

00:22:44: Million nochmal erweitern. Mit zehn weiteren Robotern. Die sind alle KI gesteuert. Also

00:22:49: die, ich sag immer, die sind relativ dämlich. Die würden rumfahren wie die Doven, wenn die

00:22:53: KI dahinter nicht sagen würde, wo sie hin sollen. und die KI nicht auch die Lageroptimierung

00:22:58: machen würde. So Themen wie last in, first out, wir ja viel B2C-Business, da kommen Retouren

00:23:04: zurück. Die KI berechnet dann immer das, was als letztes reinkam, geht auch als erstes wieder

00:23:09: raus, um aufgerissene VE zum Beispiel auch zu verhindern. Also es gibt wirklich so viele

00:23:17: Themen, die bei uns in Operations, deswegen Digital Operations Team, DOP, seit vielen,

00:23:23: vielen Jahren standardmäßig schon Gang und Gebe sind im Unternehmen, sind jetzt gerade auf

00:23:29: der Sales Seite an zwei wirklich super schönen Projekten dran, haben jetzt auch ein relativ

00:23:34: hohes sechsstelliges Budget, werden wir diese Woche wahrscheinlich noch einmal durch das

00:23:39: Board jagen, um Sales auch dann anzugehen, was wir dann bis Ende des Jahres tatsächlich auch

00:23:46: in Go Live bringen möchten. Aber ja, wir haben dezidiertes Team. die wirklich in KI arbeiten,

00:23:53: Digital Operations arbeiten und wir haben da auch, also ich nenne sie immer liebevoll die

00:23:57: Nerdies, weil wenn ich mich mit den Jungs und Mädels unterhalte, ich verstehe Bahnhof. Es

00:24:02: ist wirklich irre. Die reden offensichtlich Deutsch mit mir, aber es kommt bei mir nur

00:24:09: irgendwie hebräisch an. Ich habe keine Ahnung, was die da teilweise sagen, aber es ist gut.

00:24:13: die verstehen auch nicht, was ich den ganzen Tag treibe. Also es ist okay, es eine gute

00:24:17: Symbiose, aber ja, wir sind wirklich, ich glaube, wir sind da schon relativ weit vorne, denkt

00:24:22: das glauben viele, aber wir monitorn uns auch eben auf Geschäftsführungsebene sehr, sehr

00:24:27: stark und wir challengeen es auch sehr stark und es ist nicht der eine Prompt, den wir in

00:24:33: eins der besagten KI's reintackern und eine News draus generieren und dann freuen, dass

00:24:38: wir mit KI arbeiten. Da sind wir schon ganz, ganz weit von weg und glaube wirklich sehr,

00:24:45: sehr strukturiert gut aufgestellt. Ja, wenn man halt in der Welt nochmal auf die Produkte

00:24:50: schaut, wir hatten das ja vorhin kurz gestriffen, da ging es ja halt immer wieder drum, gerade

00:24:55: Konzernkunden, die müssen natürlich auch gucken, dass ihnen die Themen nicht auf die Füße fallen,

00:24:59: also auch die Geschenke, die sie geben, das hat natürlich auch einen gewissen Preis. Wie

00:25:04: kriegt ihr die denn da eigentlich hin jetzt, da halt irgendwie auch Produktideen halt irgendwie

00:25:08: zu nehmen und da halt dann irgendwie, ich sag mal auch dem Einkäufer oder der Einkäuferin?

00:25:15: da was an die Hand zu geben, dass sie halt irgendwie trotzdem in einer Entscheidung fallen.

00:25:19: Also wo diese Nachhaltigkeitsthemen eine Rolle spielen, wo Zirkularität eine Rolle spielt,

00:25:24: wo sozusagen eben auch das Ding eine Rolle spielt, was die Person vielleicht auch häufiger im

00:25:31: Einsatz hat oder der der Kunde. Also wir sind da, ich habe es glaube ich zwei, drei Mal im

00:25:37: Nebensatz auch schon erwähnt, wir sind da recht kategorisch mittlerweile. Wenn es ein ein nachhaltiges

00:25:43: Produkt gibt, Dann bieten wir das Produkt an. Also es gibt bei uns nicht eben das Produkt

00:25:48: A, das ist günstig und eben nicht nachhaltig und vielleicht qualitativ auch nicht so cool.

00:25:55: Und dann gibt es da auch noch nachhaltiges, aber das ist halt auch so teuer. Also es ist

00:25:59: auch eine Frage, wie du es ja letztlich positionierst und wie du es argumentierst. Und ich habe ein

00:26:03: schönes Beispiel. Ich glaube, das zeigt eigentlich, wie wir es machen. Wir haben jetzt gerade für

00:26:07: eine große globale, also ich glaube gerade zur besten Hotelkette der Welt gewählt worden.

00:26:12: Vielfach mehrfach haben wir jetzt gerade eine Monomaterial Beach Bag produziert. Und diese

00:26:20: Tasche habe ich am Ende für eine Hoteleröffnung auf einer Insel habe ich einen Prototyp gebaut,

00:26:25: zehn Stück. Hab die an die Hoteldirektorin und gesamte Staff drum herum geschickt und

00:26:32: habe gesagt, jetzt probiert ihr die einfach mal aus. Und by the way, die sieht auch noch

00:26:35: schön aus, weil die hat euer Logo drauf. Das ist nicht ganz so offensichtlich, das ist sehr,

00:26:39: sehr reduziert. Das passt zu euch als Marke. Und jetzt probiert ihr die einfach mal aus.

00:26:43: Und dann sagt ihr mir einfach, was ihr davon haltet. Die haben 2000 Taschen bestellt. Diese

00:26:48: Tasche ist richtig teuer. Die richtig teuer. Die Tasche wird mittlerweile jedem Gast seit

00:26:53: Hoteleröffnung auf dem Zimmer als Gastgeschenk mitgegeben. Und sie sagt, die Leute reißen

00:26:59: uns die Taschen aus den Händen. Da kommen Multimilliardäre mit einem Privatjet angeflogen, die fragen

00:27:06: und betteln darum, darf ich noch eine zweite Tasche bitte haben. und die sagen ganz gönnerhaft

00:27:12: bitte. Und die Tasche ist wirklich diese, die ist im Verhältnis, das ist nicht die 2 Euro

00:27:17: Jutebeutel Tasche und die Idee kommt daher, dass ich in dem Hotel kette, immer in Hongkong

00:27:22: über Nacht und da haben die so eine APET, kennt ihr dieses dünne Fließmaterial, was immer so

00:27:29: bisschen wusselt? Wirklich die billigste APET-Tasche, die du eigentlich gefühlt nicht beim letzten

00:27:35: Discounter mitnehmen würdest, selbst wenn sie dir die schenken würden, die haben die da als

00:27:40: Zimmer-Bag. Und ich gehe dort immer für mein Triathlon-Training, muss ich immer in den Swim-Dings

00:27:46: fahren, in den Swim-Center und ich nutze die dann immer für mich um meine Sachen und ich

00:27:51: schäme mich jedes Mal zu Tode, wenn ich mit dieser Tasche im Taxi sitze und ich denke,

00:27:54: das kann doch eigentlich nicht der Anspruch von diesem Hotel sein. Und das war mein Aufhänger.

00:27:58: Und dann habe ich den Jungs, einfach produziert, den hingelegt und gesagt, das wäre für mich

00:28:03: adäquat für euer Hotel. Und ja, diese eine Tasche, die im Zimmer liegt, kostet 50 Cent

00:28:10: wahrscheinlich mit Glück. Ja, aber die funktioniert doch. Ja, genau. Aber wie oft wird die denn

00:28:14: mitgenommen? Ja nie. Aber wir wollen ja auch nicht, dass die die mitnehmen. Doch, ihr wollt,

00:28:18: dass sie die mitnehmen. Weil ihr wollt, dass die zu Hause ihren Freunden und ihrem auch

00:28:23: Milliardärskumpel, sage ich jetzt mal übertrieben, Erzählen wie toll das bei euch war und die

00:28:27: erzählen nicht wie toll die tasche war sondern die erzählen wie toll der urlaub bei euch war

00:28:31: und wie toll der aufenthalt bei euch war und das ist so simpel einfach und bitte bitte bitte

00:28:36: lasst sie doch klauen das ist doch besser als ein bademantel für 100 euro also die ist immer

00:28:41: noch billiger als der bademantel oder die handtücher die richtig teuer sind und dann sagt guckt

00:28:45: ihr mich der hotel direkt dann sagte so hast eigentlich recht Stimmt also wir haben jetzt

00:28:50: zwei hotels aus der gesamten hotelkette haben wir jetzt im ersten draft ausgestattet Und

00:28:55: das zeigt eigentlich genau wie es funktioniert und da sind wir relativ klar und da habe ich

00:29:01: denen die eine Tasche mit einer Idee, mit einem Konzept, mit einer Argumentationskette einfach

00:29:07: geliefert, bemustert, probiert selber aus, erlebt es selber. Wir werden es jetzt für wahrscheinlich

00:29:13: auch in dem einen Hotel für alle Mitarbeiter zu Weihnachten machen, weil die alle selber,

00:29:17: selbst die Mitarbeiter total alle auf diese Tasche abfahren. Ich saß nur grinsen letzte

00:29:21: Woche bei denen und habe gesagt, Leute, was wollt ihr denn mehr? Besser als eure Flaschenöffner.

00:29:27: Also teilweise zwingst du auch deine Kunden zu ihrem Glück. Ist ja auch schön. Genau.

00:29:32: Das ist ja das Schöne, dass ich manchmal habe ich ja so einen kleinen Hebel, wo ich dann

00:29:35: auch mal zwingen kann und und da geht es dann um auf deine Fragestunde von Thema Einkäufer.

00:29:42: Da ist der Einkauf dann auch meistens raus, weil wenn diese emotionale Hürde übersprungen

00:29:46: ist, dann argumentierst du auch nicht mehr über den Preis. Dann geht es um die Qualität. Es

00:29:52: geht um diese Brand Awareness. Es geht um das Brand Fitting. Also Markenaffinität und da

00:29:57: hat der Einkauf dann am Ende auch ganz, ganz oft Gott sei Dank nichts mehr groß zu melden,

00:30:03: sage ich mal salopp, sondern muss so ein Stück weit dann mit dem, ja, mit der Entscheidung

00:30:08: aus der Geschäftsführung leben und arbeiten. Und das sind Projekte, die machen Spaß, aber

00:30:14: dieses eine Projekt zeigt eigentlich, wie wir mittlerweile sehr, sehr, sehr oft agieren.

00:30:20: Ja, und ich finde es so jetzt so, also ich merke sozusagen, als du mir erzählt hast, dass auch

00:30:24: im Vorgespräch, dass ich auch mit der Deutschen Bahn sehr eng arbeite, das ist was auf jeden

00:30:28: Fall, das ja in meinem Alltag auch sich widerspiegelt und ich finde das auch ganz interessant, weil

00:30:33: man vor ein paar Jahren ja auch gemerkt hat, wie die Deutsche Bahn sich da mehr Gedanken

00:30:37: gemacht hat, das Sportbistro komplett umgestellt hat, dass es viel nachhaltiger wurde und eben

00:30:41: aber auch, was ich mir so mit meinen Bahnprämien so vor mir da holen kann, ist eben auch, ich,

00:30:46: anders geworden und Da seid ihr ja auch ganz aktiv mit dabei, mit dem Kunden. Und das finde

00:30:50: ich halt auch so cool, dass es dann eben auch in so eine skalierte Masse eben auch gehen

00:30:55: kann und das eben auch funktioniert. Und spätestens als du mir von diesem Teddy erzählt hast,

00:31:00: der aus alten Bahnuniform seine Kleidung hat, will ich mir sowieso diesen Teddy unbedingt

00:31:05: holen. Also ich weiß nicht, ob ich meine Prämien einsetze demnächst. Der ist heiß begehrt.

00:31:11: Der ist wirklich heiß begehrt. Und wir haben mittlerweile die Not. Also wir haben ja bei

00:31:15: unserem Schaffner Teddybeeren nutzen wir tatsächlich die alte UBK Unternehmens-B-Kleidung. Die haben

00:31:22: ja diese schöne neue von Gio Maria Ketchmer bekommen. Und davor hatten sie ja diese blau,

00:31:29: hellblau-rote Uniform. Da haben wir irgendwann, hieß es, wir haben keinen Platz in unserem

00:31:35: Lager, wohin mit dem Zeug? Und wir so, schickts uns mal. Wir machen da was draus. Und dann

00:31:40: kam parallel die Anfrage, können wir den Polyester Teddy, also ich habe ihn immer liebevoll, ein

00:31:45: Stück. Poliesta aus China genannt, das war es auch. Können wir den neuer machen und schöner

00:31:49: machen? Da haben wir gesagt, klar, natürlich, der trägt eine Uniform. Warum ziehen wir dem

00:31:55: denn nicht die alte UBK an? alle so, wie jetzt sowas geht? Und ja, siehe da, wir haben einen

00:32:02: APT-Teddybären entwickelt, der ist sehr plüschig, der ist weich, den kannst du richtig schön

00:32:07: kuscheln. Und der hat jetzt die original alte UBK an, die früher eben die Zugbegleiter, Schaffner

00:32:15: etc. getragen haben. Und die größte Not war dann in der Entwicklung, dass der aber auch

00:32:21: die richtige Anzahl der Streifen hat, die ein Schaffner nun mal, ein Zugführer, ein Lokführer

00:32:27: natürlich auch dann haben muss. Das war glaube ich die einzige Anmerkung beim Prototyp, dass

00:32:32: der irgendwie einen Streifen zu wenig hatte. Und alle lieben diesen Teddy. Wir haben mittlerweile

00:32:38: die Not, dass wir fast nichts mehr an alter UBK haben und wir jetzt überlegen sind, ob

00:32:44: die nächste Evolution dann auch die neue UBK tragen darf. Wo wir aber auch dann wieder

00:32:50: schauen, gibt es Verschnitt in jeder Produktion. Textil gibt es immer Leftover. Kriegen wir

00:32:56: Leftover aus den Factories und können wir die dann wiederum verwenden für den Schaffnerbeeren.

00:33:03: Aktuell trägt er sogar die Original Krawatte. kleine rote Krawatte an und das ist aber wirklich

00:33:08: die original alte Krawatte aus der Unternehmensbekleidung, die wir auch selbst da down-sizing und nicht

00:33:16: irgendwie hingehen und Stück Polyester bedrucken, damit es so aussieht als ob, sondern wirklich

00:33:20: original alles abgecycelt und das sind Projekte, die machen tierisch, tierisch Spaß. Ja, sieh

00:33:28: mal, was so Storytelling da einfach auch möglich ist auf so einem Deck, das ist schon großartig.

00:33:34: Hör mal nochmal an Rausdom, du hast ja jetzt gesagt, sechs, sieben Jahre, die Welt hat

00:33:40: sich geändert. Ich glaube mittlerweile erleben wir ja auch gerade in diesem Bereich Nachhaltigkeit

00:33:46: teilweise wieder ein Backlash, also zumindest gefühlt. Würde mich auch nochmal deine Meinung

00:33:50: halte, wenn interessieren. Wenn man jetzt mal, ne, das gibt es auch Omnibus und Hin und Her

00:33:55: und so weiter und so fort, gibt es ja irgendwie den halt irgendwie auch internationale, also

00:33:59: sagen wir mal auf europäischer Ebene, werden ja auch ein paar Dinge zurückgedreht und so

00:34:02: weiter und so fort. kann man unterschiedlich bewerten. Was siehst du denn da jetzt halt

00:34:09: aus der Politik? Also was fehlt dir da oder was müsste da eigentlich passieren? Wie blickst

00:34:17: du halt wieder drauf? Also jetzt wird es tatsächlich höchstgradig politisch. Unser größtes Thema,

00:34:25: was wir in der Werbeartikelindustrie haben, immer noch, es gibt eine Steuergrenze, die

00:34:30: heißt 10 Euro. Und die ist gesetzlich verankert, die ist viel diskutiert, weil sie sich eigentlich

00:34:37: auf Geschenke bezieht. Jetzt ist die Frage, wo grenzen wir ein Werbeartikel von einem Geschenk

00:34:43: ab? Ist aber tatsächlich auf Fiskusebene, eigentlich der Prüfer entscheidet, ob ein Werbeartikel

00:34:51: für ihn ein Geschenk ist per se oder ob es ein Werbeartikel ist, was dann eine Marketing-Ausgabe

00:34:57: wäre? Es wird aber leider zu 99,9 Prozent immer als ein Geschenk deklariert. Damit ist alles

00:35:04: größer 10 Euro dokumentationspflichtig. Heißt für Konzerne, die müssten im Zweifel aufschreiben,

00:35:11: die Mike und der Niels haben von uns ein tolles Produkt für 11,85 Euro bekommen. Entweder

00:35:17: haben sie dann die Option, eine Pauschalversteuerung darauf ergehen zu lassen oder im Worst Case

00:35:22: müsstet ihr es in eure private Steuer angeben, weil ihr habt ja dort die Steuerfreigrenze

00:35:28: gerissen. Und das hemmt natürlich jetzt im Kontext der Nachhaltigkeit extremst. Gar nicht

00:35:34: jetzt, weil das Material oder weil die Produkte per se immer teurer als 10 Euro sein müssen,

00:35:39: aber das kommt ja noch on top, wenn wir nicht nur über Materialität gehen wollen, sondern

00:35:44: auch über Local Sourcing. Also so nah wie möglich die Wertschöpfungskette positionieren wollen.

00:35:50: dann wird die Luft schon extremst dünn im Gesamtkonzept. Material, Sourcing etc., Shipping, Lagerung

00:35:58: und und und. Und damit zwingt uns die Politik, eigentlich der deutsche Fiskus, ein Stück

00:36:05: weit, die Konzerne aus der Nachhaltigkeit rauszurutschen, weil sie sagen, es muss auf jeden Fall komme,

00:36:13: was wolle, unter 10 Euro bleiben. Und damit fällt dann leider oftmals das ein oder andere

00:36:19: Produkt in der Breite raus. Da sind wir dran seit vielen, Jahren. Es ist auch immer wieder

00:36:26: mit jeder neuen Regierung, da fängst du wieder von vorne an zu diskutieren. Also es ist wirklich

00:36:31: wie so ein Hamsterrad. Du denkst, okay wunderbar, jetzt haben wir es endlich. Wir haben endlich

00:36:35: beim Finanzministerium den Richtigen gefunden, der uns mal zuhört. Hatten wir jetzt, bevor

00:36:41: dann die neue Regierung gewählt wurde? Und dann ist das so ein bisschen wie so dieser berühmte

00:36:45: Leuchtstab vor den Augen, neue Regierung kommt und das ist Gefühl so, um Gottes Willen, jetzt

00:36:50: erkläre ich wieder alles von vorne. Und keiner weiß wieder wovon du sprichst und alle Scherens

00:36:54: wieder übereinkommen. Wenn diese Grenze und wir sagen gar nicht mal, sie muss fallen. Ja,

00:36:59: also es ist ja gar nicht so, dass wir sagen, ist alles doof und wollen wir nicht. Komischerweise

00:37:04: wird ein Werbespot aber nicht zum Beispiel fällt da nicht runter oder die Zeitungsanzeige, die

00:37:09: fällt da auch nicht rein. Also wenn man sagt, Werbeartikel ist ein Teil vom Marketingmix

00:37:14: ist das vielleicht auch wettbewerbsverzerrend also wir sagen nicht mal dass die die Aber

00:37:18: würden sie zumindest erhöhen wollen dass man sagt okay kommen lasst doch auf 20 euro gehen

00:37:24: lasst auf 25 euro gehen mit der argumentation noch mal das würde auch der deutschen wirtschaft

00:37:29: mit local production durchaus gut tun weil dann würde ich vielleicht doch eher auf einen Mehrwegprodukt

00:37:39: Made im Odenwald gehen, anstatt halt trotzdem wieder auf eine asiatische Produktion zurückgreifen

00:37:44: zu müssen, weil es faktisch zu dem Preis in Deutschland nicht zu produzieren ist. Das ist

00:37:50: ein riesen, riesen Hebel, den wir irgendwann hoffen, wirklich einmal durchbrechen zu können,

00:37:56: weil er, ich glaube auch der deutschen Wirtschaft als solches gut tun würde, also nochmal Thema

00:38:01: Local Sourcing etc. aber natürlich auch dem Thema Nachhaltigkeit sicherlich sehr gut tun

00:38:06: würde, weil die Budgets etwas entspannter werden würden in der Dokumentationspflicht. Ja, vielen

00:38:13: Dank für deinen Einblick zu solchen Sachen, die wusste ich auch gar nicht. Also hat man

00:38:16: ja einfach nicht immer auf dem Schirm sonst, Wir kommen zum Abschluss und wir fragen immer

00:38:22: ganz gern unseren Gast, wen du denn so noch wahrnimmst in deinem Umfeld. Also gibt es Expertinnen?

00:38:29: denen du folgst, die dich inspirieren, Mentorinnen in deinem Umfeld, die du auch anrufst bei Fragen.

00:38:35: Da war jetzt die Gelegenheit für ein Shoutout. Absolut. Habe ich im Vorbriefing war ja die

00:38:41: Frage schon drin, habe ich so ein bisschen überlegt, weil oft tut man das ja unbewusst. Dann ist

00:38:45: es glaube ich auch die ehrlichste Version, wenn du diese Mentoren hast, die du einfach anrufst,

00:38:49: weil du weißt, die stehen Red und Antwort. Es gibt lustigerweise auch von der Firma Bic.

00:38:56: Die kennen wir alle aus dem Bereich Feuerzeuge, Einwegrasierer, Kugelschreiber. Der für den

00:39:02: Bereich Werbeartikel zuständige CEO ist auch so ein Urgestein der Branche. Und das ist tatsächlich

00:39:08: jemand, der das Thema auch durch und durch lebt. Seit vielen Jahren, aber genau auch

00:39:14: auf der Qualität, die für mich wirklich wichtig ist, erlebt es. Es ist für ihn kein Marketing

00:39:20: Gag. Es ist auch nicht irgendwie was, was man auf ein großes Plakat schreibt. sondern es

00:39:24: ist wirklich ein Stück weit DNA und diese DNA hat er jetzt über viele, viele Jahre im Konzern

00:39:30: auch platziert. Und das ist wirklich jemand, das ist Marc Grougy aus Frankreich, arbeitet

00:39:37: im Werk in Tarragona. Das ist für mich ein absoluter Pionier in der Nachhaltigkeit, weil er sie

00:39:44: so selbstverständlich ins Unternehmen reinlebt. Und dann haben wir noch tatsächlich so einen,

00:39:50: also das sind jetzt keine Mentoren, aber die das wirklich in Deutschland extrem gut machen

00:39:53: als Familienunternehmen, ist unser Taschenhersteller mit denen, super viel machen aus Bielefeld,

00:39:58: weil die das auch wirklich ganzheitlich denken. Die haben eine Inklusionsdruckerei im Hause,

00:40:03: die haben Bienenvolk auf dem Firmengelände und auf dem Dach oben, die haben begrünte Flächen

00:40:09: von Spezialisten auf ihren gesamten Firmengebäuden oben auf begrünen lassen. Also die denken auch

00:40:15: neben dem reinem Produkt. wie können wir nachhaltigere Materialien entwickeln und so weiter und so

00:40:21: fort eben auch wirklich in das Sozialleben und eher soziales Umfeld weiter und das ist auch

00:40:27: immer wo ich immer wieder selber sage so wow also wir sind schon ganz gut unterwegs mit

00:40:32: unserem Unternehmen aber das ist noch mal eine Liga die ist noch mal drüber und da können

00:40:36: wir definitiv einiges von lernen und das sind so für mich mal so zwei Leuchttürme an denen

00:40:43: ich mich ich sehr sehr gerne auch immer wieder orientiere Ganz lieben Dank. Wenn du jetzt

00:40:48: mal zurückblickst auf unser Gespräch, was würdest du sagen, das sind eigentlich deine Kernbotschaften?

00:40:53: Also wo sagst du, was haben die Leute jetzt mitgenommen haben? Meine absolute Lieblings-Kernbotschaft,

00:40:57: und das ist ganz simpel, ist in der Nachhaltigkeit, ist oft die Frage, wo fange ich an, wo höre

00:41:02: ich auf, wann fange ich an. Ich glaube, es ist nicht die Frage, wo, wie, wann, sondern die

00:41:07: Frage ist jetzt. Also wirklich machen, machen. Und jeder kleine Schritt ist ein richtiger

00:41:14: Schritt. Und es gibt kein Falsch in dem Sinne. Und jeder hat da ja auch auf seinen verschiedensten

00:41:20: sozialen Ebenen, Gefügen, Möglichkeiten. Und deswegen ist für mich, machen. Einfach beginnen,

00:41:27: loslegen, nicht rumlamentieren, nicht hadern, sondern machen. Und am Ende wird durch jedes

00:41:34: kleine Stückchen Puzzle, was wir da so jeder beitragen, wird hoffentlich irgendwann mal

00:41:38: ein sauberer Planet aus dem Ganzen. Auch nicht mit Finger auf andere zeigen. Das ist ja auch

00:41:43: dieses Thema. Ja gut, aber wenn ich jetzt über die Grenze fahre nach Frankreich, dann liegen

00:41:47: da rechts und links die Plastikflaschen und die haben gar keinen Mehrweg. Ja, mag sein.

00:41:51: Mag sein. Hatt ich jetzt in Spanien wieder die große Diskussion mit meinen Kindern. Papa,

00:41:55: warum trennen die hier keinen Müll? Ist doch egal. Ist doch wirklich egal. Es ist halt hier

00:42:02: jetzt erstmal per se. Es ist hier so nicht. Heißt aber nicht, dass wir es zu Hause deswegen

00:42:06: jetzt abstellen müssen. Werden wir auch nicht tun. Ja, aber warum? Ist jetzt so. Und das

00:42:12: ist so dieses, nicht mit Finger auf andere zeigen, sondern erst mal zu Hause schön selber den

00:42:18: Hof kehren und wirklich machen. Das ist für mich eigentlich immer so die Kernessenz, wenn

00:42:23: es ums Thema Nachhaltigkeit geht. Sieben, vielen lieben Dank für deine Zeit. Ich finde es so

00:42:28: spannend und ich finde es auch einfach so cool zu sehen, wie konsequent du das denkst, wie

00:42:33: wichtig das ist. Hat zwar, glaube ich, dein eingehendes Statement auch so bisschen wichtig,

00:42:36: dass dann doch ist, aus einer Führung das auch vorzuleben und auch einzufordern. Ja, wie

00:42:41: cool, so viele plakative Beispiele einfach zu bekommen. Also mir hat es eine Menge Freude

00:42:45: gemacht und danke für deine Zeit. Vielen Dank. Ja, vielen Dank. Mir hat es Spaß gemacht.

00:42:51: Danke euch.

00:42:58: So, Marke, jetzt hat nur Steven zu Gast. Was nimmst du denn mit in deinen Rucksack? Ja,

00:43:04: also ich fand's wirklich ein ganz tolles Gespräch und ich finde es einfach schön zu sehen, da

00:43:12: auch so eine Offenheit einfach auch ist und der auch wirklich selber auch sagt, na wenn

00:43:16: ich ehrlich bin, die Branche, in der ich bin und der Grundsatz des Ganzen ist erstmalig

00:43:22: nachhaltig. Nur gibt es einfach auch, es gibt nun mal diesen Markt, es gibt diese Nachfrage,

00:43:27: und dann einfach zu gucken, okay, wie kann ich aus einer Unternehmersicht da eben dann auch

00:43:32: doch den Stempel aufdrücken und da eben konsequent Nachhaltigkeit reinbringen. Und ich finde das

00:43:40: total cool und ich finde es vor allem schön, wie praxiorientiert das Ganze ist. Und so

00:43:45: was ich halt vernommen habe, ist wirklich von tatsächlich Ende zu Ende zu denken, also von

00:43:50: Wo kommen die Ressourcen eigentlich her? Wie werden sie hier rübergeschirbt? Wie werden

00:43:54: sie produziert? Wie werden sie verpackt? Und gerade das Verpackungsthema, das hat bei mir

00:43:58: auch noch mal so ein Aha-Effekt ausgelöst. Einfach wie viel Platz wir da auch einfach

00:44:03: immer vergeudend aktuell sozusagen, wenn wir über unsere Lieferkette nachdenken. Und ich

00:44:09: finde es einfach schöne Beispiele und ja auch cool. Das finde ich dann auch so bestärkend,

00:44:15: dass ja auch wirklich so namhafte Marken. und ja auch Branchen, das auch mitgehen sozusagen

00:44:23: und sich dann eben solche Partner suchen, wie die Cyber Group und dann auch oder die Cyberware

00:44:30: dann darüber eben auch entsprechend herstellen lassen und so. Also ich bin erstmal das einfach

00:44:37: sehr sympathisch. Was machst du so mit? Ja, ich habe mir nochmal über diese 10 Euro Grenze

00:44:42: nachgedacht. Ich finde ja gerade diesen B2B Also wenn ich halt dann so früher so Zibit

00:44:56: auftrete, wo dann halt irgendwie so die Menschen da rumlaufen oder viele Kids sozusagen und

00:45:03: dann halt Werbeschenke sammeln und so weiter, wo du halt genau weißt, okay, es geht halt

00:45:06: ums Sammeln und das Zweckschmeißen oder ... aussortieren, da finde ich das halt so viel

00:45:12: geiler, wenn das halt irgendwie Sachen sind, die halt total wertig sind. Ich war letztens

00:45:16: auf diesem Macherfestival da und da waren einfach auch so, da gab es einfach auch coole Werbegeschenke

00:45:21: da, die man auch gerne haben wollte. Ich sag mal so Fischerdübelsocken oder Fischerdübelmitze

00:45:27: oder so zu sagen oder WD-40 Hut oder so. Das war alles so Gefühl. Sind die auch so ein WD-40

00:45:33: Tattoo? WD-40 Tattoos und so. Da finde ich halt, da kann man halt auch total viel machen

00:45:38: mit dieser Brand Awareness, wenn man halt irgendwie Dinge halt auch herstellt, die man irgendwie

00:45:45: auch gerne hat. Und dann finde ich es irgendwie auch gerade, wenn das denn Dinge sind, die

00:45:51: halt für mich auch einen Wert haben und idealerweise mich halt auch den Rest meines Lebens begleiten,

00:45:56: dann finde ich das halt so bekloppt, wenn du es einfach, du kannst es ja praktisch gar nicht

00:46:01: umsetzen, wenn du halt irgendwie da jeden angeben und pipapo musst. Und da das halt eben noch

00:46:06: mal zu durchdenken, welchen Impact das halt eben auch auf Nachhaltigkeit hat und halt dann

00:46:12: irgendwie, weil du dann natürlich versuchst immer zu optimieren und irgendwie zu gucken,

00:46:16: wie viel kriege ich dann da noch rein und lass es dann halt wirklich ganz, ganz günstig irgendwo

00:46:22: zu den nicht optimalen Bedingungen irgendwo im Ausland fertigen, da kann ich das halt

00:46:29: nur durchstreichen, dass da halt tatsächlich nochmal drüber nachgedacht werden sollte.

00:46:33: Absolut. Schöne Folge, hat wieder Spaß gemacht, Nils. Danke. Ich freue mich auf die weiteren.

00:46:38: Danke.